Willkommen,

bevor ich euch meinen Blog vorstelle, möchte ich etwas zu meinem Blogansatz sagen. Wir alle werden durch etliche Berichterstattungen reizüberflutet. Ob im Internet, im Fernsehen, in Zeitungen oder sonst wo, überall wird uns etwas verkauft, eine Meinung aufgeschwätzt oder wir werden einfach nur mit Informationen überschüttet. Mit meinem Blog werde ich versuchen mich von endlosen Berichtserstattungen zu distanzieren und einen minimalistischen Ansatz verfolgen. Auch wenn sich dies an der ein oder anderen Stelle nicht vermeiden lassen wird.

 

In meinem Blog möchte ich euch meinen Weg zum "Reichtum" präsentieren. Ich werde zeigen, dass man mit Sparsamkeit, Geduld und Disziplin ein Geldvermögen aufbauen kann.

 

Ich gehöre leider nicht zu den Glücklichen, der durch ein Erbe oder unverhofften Geldsegens zu Kapital gekommen ist. Gestartet habe ich mein Depot bei null. Seit Mitte 2014 habe ich unzählige Bücher über die Wirtschaft, Börse, Aktien und Strategien durchgewälzt.

 

Langfristig ist die Anlageklasse Aktien unübertroffen. Schwankungen und Crashs gehören zur Börse dazu. Trotzdem sind Aktien durch Kriege und Krisen gestärkt hervorgegangen.  Da ich der Generation Y angehöre, habe ich die Zeit an meiner Seite. Leider kann ich nicht auf jahrzehntelange Erfahrungswerte zurückgreifen. Aber ich glaube, dass ich dies nicht einmal muss. Erfahrungen über die Börse, sind in unzähligen Büchern niedergeschrieben. Börsenweisheiten, die bereits vor Jahrzehnten funktionierten, sind heute oftmals aktueller denn je.

 

Ich bin der Meinung, dass viele an der eigenen Psychologie scheitern. Aktienbesitzer werden nahezu rund um die Uhr mit Informationen zu Ihren Unternehmen überflutet. Hier muss herausgefiltert werden, welche Information sich auf welchen Zeitraum beschränken. Da ich mich zu den Buy and Hold Anlegern zähle, muss ich mich fragen, ob die Nachricht langfriste, gravierende und fundamentale Auswirkungen auf das Unternehmen hat. In fast allen Fällen verwerfe ich den Gedanken eines Verkaufs daraufhin wieder. Somit ist die Psychologie vielmals entscheidend für den Erfolg an der Börse.

 

Was ist Reichtum? Wie ist Reichtum definierbar? Ab wann bin ich Reich?

 

Für jemanden ist ein altes Hemd schon Reichtum. Ein anderer ist mit zehn Millionen arm. Zitat: Franz Kafka

 

Dieses Zitat trifft es auf den Punkt. Reichtum lässt sich somit nur subjektiv beantworten. Für mich ist Reichtum gleichzusetzen mit der finanziellen Freiheit. Dies ermöglicht meiner Meinung nach die absolute Selbstverwirklichung. Sich nur noch den Projekten, Hobbys oder Aufgaben zu widmen, welche einen persönlich erfreuen und erfüllen. Frei von jeglichen Geldsorgen zu sein und nur noch der Arbeit aus freien Stücken nachzugehen.

 

Ich wünsch allen Lesern viel Spaß bei meinem Blog

 

PS: Ich bin nicht unbelehrbar und freue mich über jeden Tipp oder Meinung. Schreib mir.


Das Ziel

Der Weg ist das Ziel (Konfuzius)

 

In letzter Zeit machte ich mir viele Gedanken zu meinen Lebenszielen und was ich mir vom Leben verspreche. Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich meine Ziele nicht an Zahlen fest machen möchte, sondern vielmehr an meiner subjektiven Vorstellung an ein glückliches, zufriedenes und entspanntes Leben.

 

Ich möchte in einem Alter in dem ich das Leben noch in vollen Zügen genießen kann, die finanzielle Freiheit erreichen. Das heißt nicht, dass ich mich dann auf die faule Haut legen möchte. Vielmehr verspreche ich mir dadurch auch Freiheit was meine Selbstverwirklichung angeht. Zu wissen, dass einem alle Türen offen stehen und man wirklich alle Freiheiten hat, ist ein tolles Gefühl.

 

Wir alle fokussieren uns auf unsere Ziele, wir ordnen sogar diesen Zielen unser ganzes Leben unter. Wir kommen kaum dazu das Leben im hier und jetzt zu genießen. Deshalb möchte ich mich nicht mehr auf das Zielgerade versteifen, sondern denn Weg zum Ziel erklären.

 

Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat (Ebner-Eschenbach). Dieses Zitat sollte man öfters beherzigen um sich auch an den Kleinigkeiten, die einem das Leben schenkt, zu erfreuen. 


Die Strategie

Wer einen Sumpf trockenlegen will, darf nicht die Frösche fragen  (Wolfgang Schäuble)

Alles begann mit dem Buch „souverän investieren mit Indexfonds und ETF´s“ von Gerd Kommer. Gleich zu Beginn meines Anleger Daseins, merkte ich, dass eine Portfolioallokation über verschiedene Assets und Regionen entscheidend ist. Was mich aber nicht befriedigte, war das investieren in ETF´s. Deshalb wählte ich den Mittelweg. Investieren in Einzeltitel, aber beibehalten von einer vorgeschriebenen Allokation.

 

Im Zeitverlauf verändert sich die Allokation durch Marktbewegungen unweigerlich und muss deshalb regelmäßig angepasst werden. Dieser Vorgang nennt sich Rebalancing. Hier wird die Verteilung wieder auf das Ausgangsniveau angepasst. Dies geschieht, indem man der besser gelaufenen Anlageklasse etwas wegnimmt und dies der schlechter gelaufenen Asset-Klasse oder Region zugibt.

 

Viele Asset-Allokationen, wie der Arero-Weltfond oder die Kommer Strategie sind immer vergangenheitsorientiert. Ich hingegen habe mich tagelang eingesperrt und überlegt, welche Verteilung für die Zukunft sinnvoll ist. Hierbei entstand mein Regelwerk. Dieses besteht aus einer Asset-Allokation und aus einem groben Filter, mit welchem ich bereits meine Auswahl auf wenige Unternehmen begrenzen kann. Die übrig geblieben Unternehmen bewerte ich Fundamental und nach Bauchgefühl, bis letztendlich ein Unternehmen den Weg in mein Depot findet. Ferner werde ich nur einmal im Monat aktiv und prüfe ob Handlungsbedarf besteht. Dies ermöglicht mir einen entspannten Weg zum "Reichtum". Da ich mir der Logik von sunk costs bewusst bin und viel von Reflexion halte, werde ich meine Strategie von Zeit zu Zeit auf den Prüfstand stellen. Das ist auch der Grund, wieso ich mein Portfolio in vielerlei Hinsicht auswerte. So kann ich bei unerwarteten Ereignissen mein Portfolio nachträglich analysieren um Rückschlüsse und Konsequenzen daraus abzuleiten.