Wieso ich der kurzen Sicht keine Beachtung schenke

Am 06.09.2017 postete ich den Beitrag "Benchmarkbetrachtung - Arero der Weltfonds vs. eigenes Portfolio". Hierbei zeigte ich, dass mein Portfolio gegenüber der Benchmark im Jahr 2017 bisher schlechter Abschnitt. Der Arero Weltfonds hatte bisher Kursgewinne von 1,87% gegenüber 0,56% meiner Portfolio-Performance zu verzeichnen.

 

Heute, nicht einmal einen Monat später, hat sich das Blatt gewendet. Der Arero Weltfonds steht nun bei 3,34% während mein Portfolio bei 4,46% steht. Dies kann sich aber genauso schnell wieder ändern. Vor allem ist der Kursanstieg meines Portfolios auf nahezu einen Wert zu reduzieren. BYD, ein chinesischer Elektro Automobilhersteller, hatte jüngst eine rasante Rally hingelegt.

 

 

Vermutlich wird mein Portfolio in einem halben Jahr wieder unter der Benchmark liegen oder darüber. Dies weiß ich nicht. Was ich aber weiß, ist, dass ich von meinen Unternehmen im Portfolio überzeugt bin. Deshalb macht es mir nichts aus, wenn mein Portfolio im machen Perioden schlechter wie die Benchmark abschneidet. Es ist nicht möglich, in allen Perioden besser als der Marktdurchschnitt abzuschneiden. Solange langfristig die Tendenz stimmt, ist alles im grünen Bereich.

 

Wie immer gilt es, sich seiner Strategie treu zu bleiben. Man darf den glauben gegenüber dem eigenen Handeln nicht ständig in Frage stellen. Es werden immer wieder Zeiten kommen, in denen der Markt besser abschneidet. Falsch finde ich, immer den Kursen der Aktien hinterher zu laufen, welche gerade eine super Performance hingelegt haben.

Bei einem Einkauf im Supermarkt, rennt man doch auch nicht den Produkten hinterher, welche gerade im Preis gestiegen sind. Wir suchen doch alle nach den Produkten, welche gerade im Angebot sind. Dieses Verhalten müssen wir auch auf die Börse übertragen. Stattdessen eilen viele den kurzfristigen Gewinnen hinterher. Gier frisst Hirn lautet oftmals die Devise. Deshalb bin ich der Meinung, dass eine kurzfristige Sicht nur zu falschen Entscheidungen führt.

 

Um einen aussagekräftigen Benchmark vergleich anzustellen, müssten Zeiträume von mehr als 10 Jahren verwendet werden. Diese Vergleichszahlen, haben die wenigsten Privatinvestoren. Deshalb wird das eigene Portfolio oftmals nach Zeiträumen von 1-2 Jahren mit dem Marktdurchschnitt verglichen. Dieser Vergleich ist aber nicht aussagekräftig. Bei einer Underperformance führt dies nur dazu, dass getroffene Entscheidungen in Frage gestellt werden. Gerne wird auch daraufhin das Anlageverhalten geändert.

 

Wenn nun nach nochmals 1-2 Jahren wieder eine Underperformance festgestellt wird, dann wird häufig abermals die Strategie angepasst. Dies aber ist ein Teufelskreis und führt nur dazu, dass hohe Transaktionskosten verursacht werden. Diese wiederum kosten Performance. Ihr seht ja wohin dies führt.

 

Fazit:

Findet euer Anlagestil und bleibt euch treu. Auf kurzer Sicht, wird es immer mal wieder Perioden geben, in welchen man hinter dem Marktdurchschnitt liegt. Bleibt euch treu. Glaubt an euch. Es ist nahezu unmöglich immer über dem Durchschnitt zu liegen, deshalb sollte eine langfristige Marktdurchschnitts-Performance bereits als Erfolg gewertet werden.

 

"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen." - Immanuel Kant -

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Nachkauf - Kryptowährungen

Heute kaufte ich nochmals Bitcoins, Litecoins und Ethereum. Ob ich nun zu einem guten oder schlechten Kurs gekauft habe, wird die Zeit zeigen. Meine momentane Aufteilung ist 34,7% Bitcoins, 33,5% Litecoins und 31,8% Ethereum. Insgesamt habe ich nun einen Kryptowährungsanteil von 1,7% im Portfolio.

Kryptowährungen polarisieren. Entweder ist man diesen Währungen gegenüber positiv oder negativ gestimmt. Ich kenne nahezu niemanden, dem der Begriff Bitcoins geläufig ist, der keine Partei ergriffen hat. Ich zählte bis vor kurzem noch zu der Gruppe, die sich gegen Kryptowährungen ausgesprochen hat. Normalerweise beschäftige ich mich nur mit Anlageklassen, die sich langfristig bewährt haben. Und mit langfristig meine ich wirklich langfristig. Doch bei Kryptowährungen machte ich eine Ausnahme und las mich ein. Das Potenzial dieser Währungen ist enorm. Doch genau so groß wie das Potenzial, ist auch das Risiko. Deshalb sollten nur dann Kryptowährungen gekauft werden, wenn ein Totalverlust akzeptiert werden kann.

 

Aktuell überschlagen sich die schlechten Nachrichten in den Medien über Kryptowährungen. Trotzdem oder gerade deshalb, kaufe ich Kryptowährungen. Hier gehe ich Frei nach dem Motto "Kaufen, wenn die Kanonen donnern". Selbst wenn der Wert der Währungen auf null fällt, wäre es bei einem Anteil von 1,7% im Portfolio zu verkraften.

 

Ich möchte keinen dazu animieren Kryptowährungen zu kaufen, gerade weil die Risiken extrem hoch sind. Schon eher möchte ich dazu animieren, dass sich mehr Menschen mit dieser Technologie auseinandersetzen. Wenn das Potenzial nicht genutzt wird, ist auch die beste Technologie zum Scheitern verurteilt.

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Buchvorstellung: Cool bleiben und Dividenden kassieren: Mit Aktien raus aus der Nullzins-Falle

Cool bleiben und Dividenden kassieren: Mit Aktien raus aus der Nullzins-Falle

 

Wie der Titel schon suggeriert, geht es um Dividendenaktien. Es wird oftmals aufgezeigt, dass Dividenden ein Qualitätsmerkmal darstellen. Vorgestellt werden auch Umsetzungsmöglichkeiten, wie Dividendenaktien weltweit auf die "besten" herunter gefiltert werden können. Oftmals werden Charts eines Dividendenportfolios (gefiltert nach der Selektion der Autoren) mit einer Benchmark verglichen, um das Alpha darzustellen.

 

Jedoch denke ich, dass jede Strategie, die in den letzten Dekaden eine Outperformance gegenüber der Marktperformance erzielt hat, mehr Anleger anlockt. Dies führt dazu, dass sich die Anomalie schließt und das Alpha verschwindet. Vielleicht ist die Growth oder die Equal oder sonst irgendeine Strategie in den nächsten Dekaden allen anderen überlegen. Dann werden in einigen Jahrzehnten alle Anleger in diese Strategien investieren.

 

Ich versuche meinen eigenen Weg zu gehen und nur Aktien von Unternehmen zu kaufen, welche ich (subjektiv) als erfolgsversprechend einstufe. Trotzdem konnte ich einen Einblick gewinnen, wieso die Dividendenstrategie in aller Munde ist. Die Alphas der letzten Dekaden sind wirklich groß. Ob die Vergangenheit aber ein Indikator für die Zukunft ist, bleibt abzuwarten.

 

Ich möchte keinesfalls die Dividendenstrategie schlecht reden. Die Dividendenstrategie hat auf jeden Fall ihre Daseinsberechtigung. Vermutlich werde ich zukünftig sogar mehr Wert auf die Dividendenhistorie der Unternehmen legen.

 

Mit meinem nächsten Buch (One Up On Wall Street: How To Use What You Already Know To Make Money In The Market), möchte ich meine super schlechten Englisch Kenntnisse aufbessern. Vermutlich werde ich Wochen benötigen um das Buch durchzulesen. Aller Anfang ist schwer :)


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Portfolioreport / Dashboard KW 38 - 2017

Seit längerer Zeit, spielte ich mit dem Gedanken mir ein Dashboard meines Portfolios anzulegen. Heute machte ich mich ans Werk und heraus kamen etliche Grafiken. Diese musste ich auf die wesentlichsten und für mich wichtigsten reduzieren.

 

Ich lege viel Wert auf die Sicht des gesamten Portfolios und weniger darauf, wie sich einzelne Werte verhalten. Deshalb kam die Ansicht der Asset-Allokationen und der Verlauf hierzu ins Dashboard.

 

Der nächste Verlauf "Interner Zinsfuß", ist die gesamte Rendite aller Anlagenklassen zusammen. Ein Wert von z.B. 3%, entspricht einer mittleren jährlichen Rendite von 3%.

 

Anschließend habe ich die Aktienaufteilung nach Regionen und den Verlauf aufgenommen. Rechts davon sind die Anteile der Assets und der Aktien in tabellarischer Form.

 

Zuletzt habe ich den Portfoliowert- sowie den Dividendenverlauf in das Dashboard aufgenommen. Der Portfoliowertverlauf wird jedoch durch die monatlichen Einzahlungen nach obenhin verfälscht. Mit zunehmender Größe, werden jedoch die monatlichen Einzahlungen nicht mehr so ins Gewicht fallen.

 

Eventuell werde ich mit der Zeit das eine oder andere am Report verändern. Ich könnte noch viele weitere Grafiken erstellen. Dies würde aber nur dazu führen, dass ich die wesentlichen Kennzahlen aus den Augen verlieren würde.

 

In den nächsten Tagen werde ich vermutlich den Kryptowährungsanteil ein wenig ausbauen. Mit der restlichen Asset-Allokation bin ich im Moment zufrieden. Ein weiterer Aktienzukauf steht somit frühestens nächsten Monat mit der nächsten Einzahlung an.

 

Dashboard:

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BYD

Nachdem BYD seit langer Zeit in einer Seitwärtsbewegung verharrte, wurde innerhalb weniger Tage nun alles wieder aufgeholt. Die Ankündigung der Chinesen, ein Verbot für Verbrennungsmotoren einzuführen beflügelte die Aktie um nahezu 50%.

finanzen.net
finanzen.net

BYD erwartet, dass die Umstellung des Landes auf saubere Neu-Energie-Fahrzeuge in knapp über einem Jahrzehnt abgeschlossen ist. Heute teilte der Gründer und Präsident von BYD mit, dass bis zum Jahre 2030 alle Fahrzeuge im Land elektrifiziert sein werden. Verbrennungsmotoren werden rund um den Globus von den Regierungen immer weiter in die zweite Reihe gedrängt. Der Trend zu umweltschonenderen Technologien, wie der Elektromobilität werden sich hierdurch beschleunigen. BYD hat hier bereits eine gute Marktstellung aufgebaut. Darüber hinaus ist BYD auch der weltgrößte Verkäufer von Elektrobussen. Deshalb bin und bleibe ich gegenüber BYD positiv gestimmt. Jedoch sollte beachtet werden, dass mittlerweile alle Automobilkonzerne erkannt haben, dass die Zukunft Elektro ist. Nach wie vor ist China der größte Absatzmarkt für Elektroautos weltweit. Das Land hat in der Vergangenheit immer die eigene Wirtschaft bevorzugt behandelt. Deshalb denke ich, dass es dieses Mal nicht anders sein wird.

 

 

Bisher fand ich die Technologie gut, aber die Fahrzeuge der Marke eher nicht so Dolle. Mittlerweile sehen die Fahrzeuge aber gar nicht mehr so übel aus.  

Der Anteil von BYD am Gesamtportfolio ist nach dem rasanten Anstieg auf 6,84% angewachsen. Der Anteil der Asienregion liegt nun bei 24,72%

 

 

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Anregung zum nachdenken

Wenn alle Value investieren, dann gibt es kein Value. Denn durch die starke Nachfrage, tendieren die Preise zum inneren Werte. Diese Markteigenschaft findet sich in jeglichen Anomalien (Strategien) wieder. Die Value Strategie suggeriert ein Fehlverhalten der Marktteilnehmer gegenüber dem „unterbewerteten“ Unternehmen. Jedoch war der Markt noch nie so transparent wie heute und doch sind etliche Marktteilnehmer der Auffassung, dass eine unterbewertete Unternehmen zu finden, dass alle anderen übersehen. Mit diesem Verhalten wird anderen Marktteilnehmern Inkompetenz unterstellt. Der Markt aber ist nicht völlig ineffizient, auch wenn dies manchmal so erscheinen mag. Wieso aber, sind die Menschen trotzdem oftmals der Meinung raffinierter und ausgeklügelter zu sein, wie alle anderen?

 

Erst wenn dieses Verhalten, der eigenen Überlegenheit abgelegt und den anderen Marktteilnehmern mindestens die eigene Intelligenz zugesprochen wird, dann ist rationales Handeln an der Börse möglich.

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Portfolioentwicklung seit 2016

Da ich viel Wert darauflege, dass Portfolio als Ganzes zu betrachten, schaue ich mir relativ selten die Kursverläufe einzelner Unternehmen an. Mir ist die Entwicklung des gesamten Portfolios wichtig. Einzelne Titel isoliert zu betrachten, würde nur zu kurzfristigen handeln verlocken. Deshalb summiere ich alle Anlageklassen zusammen und notiere mir immer die Tagesendkurse. Dies geschieht in Excel nahezu automatisiert.


Wenn nun ein Wert fällt, wirkt sich dies nur geringfügig auf das gesamte Portfolio aus. Ich verfolge eine breite Diversifikation über diverse Anlageklassen und Regionen hinweg. Hierzu scheue ich mich auch nicht unübliche Aktien von Unternehmen zu erwerben, wenn das Zahlenwerk, die Marke und das Image stimmen. Ich lade jeden herzlich dazu ein, meine Reise und meine Handlungen zu verfolgen und zu kommentieren. Das Portfolio und die Gewichtungen werde ich in gewissen Abständen veröffentlichen. Für Anregungen und sachlicher Kritik bin ich jederzeit zu haben.

 

Meinen Blog möchte ich so verschlankt, wie möglich führen. Ohne viel Schnick Schnack und Reizüberflutungen. Der Blog soll eine Art Tagebuch darstellen, indem ich über Internetbeiträge schreibe und meine Handlungen begründe.

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Marktlage – Hochzinsanleihen vs. Dividendenrenditen

Heute las ich einen Bericht, in dem es darum ging, dass die Zinsen der Hochzinsanleihen von Unternehmen niedriger sind als die Dividendenrenditen.

 

Bericht: Seltsames Phänomen bei Hochzins-Anleihen macht Goldman-CEO Blankfein nervös

 

Wie ist so etwas zu interpretieren?

Die Bonität der Unternehmen entscheidet über den Zinssatz der emittierten Unternehmensanleihen. Wird von einer schlechten Bonität gesprochen, so ist auch der Zinssatz, zu welchem sich ein Unternehmen Geld am Kapitalmarkt besorgen kann, hoch. Dieser Zustand wird als normal anerkannt und jeder normal denkende Mensch würde dies befürworten. Eine riskante Investition soll auch dementsprechend entlohnt werden.

 

Wie aber kann es sein, dass Unternehmen schlechter Bonität nun einen geringeren Zinssatz zahlen müssen, wie Unternehmen guter Bonität Dividendenrenditen aufweisen?

 

Zum einen könnte dies daran liegen, dass durch das Aufkaufen von Unternehmensanleihen durch die Zentralbanken, nun auch die Hochzinsanleihen davon profitieren. Hier würde der Markt vollständig versagen und jegliche Effizienz könnte ausgeschlossen werden. Ich bin zwar kein Freud der Effizienzmarkttheorie, bin mir aber der Tatsache bewusst, dass der Markt trotzdem ziemlich effizient agiert. Bei solch einem Zustand, wird auch gerne von einer schiefen Wette gesprochen. Ein bisschen mehr Zins rechtfertigt noch lange keine hohen Risiken, wie sie bei Hochzinsanleihen vorhanden sind. Ein solches dummes Marktversagen möchte ich deshalb ausschließen.

 

Zum anderen kann es auch daran liegen, dass die Mehrheit der Anleger Hochzinsanleihen mit einem geringen Zinssatz als die aktuell beste Möglichkeit in Betracht zieht. Die Zinskurve ist aktuell sehr flach und suggeriert langfristig niedrige Zinsen. Aus diesem Blickwinkel scheinen Hochzinsanleihen die bessere Alternative, wenn man davon ausgeht, dass die Unternehmen solvent bleiben. Wieso aber werden Unternehmensanteile in Form von Aktien gemieden, wenn diese eine höhere Dividendenrendite aufweisen? Die globalen Aktienmärkte stehen aktuell auf hohem Niveau und das Chancen-Risiko Verhältnis ist schlecht. Wenn die Mehrheit der Marktteilnehmer nun davon ausgeht, dass die Märkte korrigieren und anschließend langfristig auf niedrigerem Niveau verharren werden, dann wären heute Hochzinsanleihen auch die bessere Alternative. Lieber einen niedrigen Zins und am Laufzeitende den Nennwert, wie eine Dividende und Kursverluste.

 

Oftmals ist es genau die Erwartungshaltung des Marktes, was dann dazu führt, dass zukünftig genau diese Ereignisse eintreten. Was aber die Zukunft bringen wird, das weiß niemand. Auch haben die Zentralbanken weltweit noch niemals ein solches Verhalten an den Tag gelegt. Noch nie wurde so stark interveniert wie heute. Ich glaube, die einzige Möglichkeit sich bestmöglich abzusichern, ist die Diversifikation über diverse Anlageklassen sowie Regionen hinweg.

 

Wie immer sollen meine Blogeinträge lediglich zum nachdenken anregen.

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Tulpenmanie und Bitcoins bzw. Kryptowährungen

Tulpenmanie und Bitcoins bzw. Kryptowährungen. Dieser Vergleich kommt in den Medien und den Social Media immer öfters auf.

 

Bei der Tulpenmanie handelte es sich um eine Tulpenliebhaberei in den Niederlanden in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die Tulpenmanie gilt als die erste gut dokumentierte Spekulationsblase der Wirtschaftsgeschichte. Damals stiegen die Preise der Tulpen immer weiter an, bevor diese abrupt abstürzten und für viele beteiligte den Ruin bedeutete. Ist so etwas auch bei den Kryptowährungen zu erwarten?

 

Sollte das Vertrauen an den Kryptowährungen schwinden, dann ist ein Preisverfall vorprogrammiert. Eine Währung steht und fällt mit dem Vertrauen in diese. Gerne wird davon geredet, dass der Bitcoin gegenüber traditionellen Währungen aufwertet. Genauso gut könnte man davon sprechen, dass die etablierten Fiatwährungen gegenüber Bitcoin immer weiter abwerten und das Vertrauen in diese schwindet. Bitcoins und andere Altcoins bieten einen echten Mehrwert, da die Transaktionskosten niedrig, die Durchführbarkeit von Kleinstbeträgen möglich und Transaktionen keine Ländergrenzen gesetzt sind. Daraus können wiederum etliche neue disruptive Geschäftsmodelle entstehen.

 

Ein weiterer Faktor sind die sunk coasts. Viele Unternehmen und Staaten weltweit haben bereits hohe finanzielle Mittel in die Erforschung, Einführung und Umsetzbarkeit in Kryptowährungen versenkt. Sollten sich Kryptowährungen nun nicht durchsetzen, so wäre alles umsonst gewesen. Somit ist die Erwartungshaltung, dass sich zumindest eine der Währungen durchsetzt groß. Bitcoin, als die älteste und meist erforschte Währung, hat hier gute Chancen. Wenn z.B. Bitcoins eine kritische Maße in der Bevölkerung erreicht und der Staat kein Verbot der Währung ausspricht, dann wird sich diese etablieren. Sollte aber der Staat eine Gefahr für die Wirtschaftsordnung erwarten, dann könnte dieser ein Verbot aussprechen.

 

Fazit: Kryptowährungen bieten einen echten Mehrwert. Das Vertrauen in diese Währungen wird unweigerlich dazu führen, ob sich diese durchsetzen oder in die Geschichte einer Spekulationsblase eingehen. Alles auf eine Karte zu setzen und Kryptowährungen im Portfolio überbewerten, halte ich für riskant. Man darf nicht vergessen, dass es sich lediglich um eine Währung handelt und nicht um Unternehmen, die zur Wertschöpfung beitragen.

 

Wer mehr über Kryptowährungen erfahren will:

 

Das Buch von Elfriede Sixt ist fachkundig / sachlich geschrieben und weniger euphorisch wie manch andere Bücher dieses Themas.

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Erhöhung des Kryptowährungsanteils

Trotz der Meldung, dass China Krypto-Börsengänge verbietet, habe ich heute meinen Anteil erhöht. Ich versuche diesen Umstand nicht zu überbewerten und bin nach wie vor der Auffassung, dass Kryptowährungen enormes Potenzial haben. Wie ich bereits erwähnt habe, muss man aber beim Kauf solcher Währungen auch davon ausgehen, dass der Wert auf null fallen kann.

 

Der Anteil der Kryptowährungen beträgt nun 1,29%.

 

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Wieso gibt es nicht die eine richtige Strategie?

Es gibt mittlerweile unzählige Aktienstrategien. Growth, Dividende, Value und Momentum sind einige davon. In den letzten Jahren feiert die Dividendenstrategie ein kleines Comeback, deshalb möchte ich an dieser Strategie aufzeigen, dass es nicht die eine ultimative Strategie gibt. Selbst dann nicht, wenn die Aspekte hinter der Strategie wirklich begründet sind. Dies liegt aber nicht an der Strategie selbst, sondern am Preis, welcher für die Aktie bezahlt wird.

 

Aktuell ist die Dividendenstrategie in aller Munde, da dies der neue Zins sein soll. Das bedeutet, dass immer mehr Käufer im Markt die Preise der Unternehmen in die Höhe treiben lassen. Hierzu habe ich mich mal künstlerisch herangewagt.

Betrachten wir das ganze Mal im Zeitverlauf. Der Kurs der Aktie orientiert sich am intrinsischen Wert und an den Zukunftserwartungen. Die progressive Linie entspricht dem Wachstum des Unternehmens, während die gezackte Linie den Kurs der Aktie widerspiegelt. Der Kurs bleibt in den ersten Jahren nahe der Wachstumslinie, wohin gehend sich der Kurs in den letzten Jahren immer weiter nach oben entfernt. So in etwa könnte es sich aktuell bei den Dividendenwerten abspielen. Das Ganze ist jetzt nur ein Modell und dementsprechend eine Abstraktion der komplexen Realität. Aber alleine im Modell ist schon zu erkennen, dass der aktuelle Kaufkurs gemäßen am Wachstum des Unternehmens, heute nicht gut gewählt wäre.

 

Deshalb glaube ich nicht an die eine perfekte Strategie, sondern konzentriere mich auf die Unternehmen, welche ich als erfolgsversprechend einstufe. Mir ist es somit vollkommen egal, ob sich das Unternehmen gerade in die Klassen Growth, Dividende, Value oder Momentum etc. einstufen lässt.

 

Dieser Eintrag soll einfach nur dazu anregen, sich mit der Thematik zu befassen. Ich denke nicht, dass Dividenden der neue Zins sind.

 

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