Portfolioreport, Dashboard KW 46 / 2017

 

Mein Portfolio entwickelte sich in der 46 Kalenderwoche leicht negativ um -1,05%, während der DAX und der DOW um -1,02% und -0,27% nachgaben. An der Allokation des Portfolios habe ich sich seit dem letzten Report nichts verändert. Nach wie vor werde ich das Jahr wahrscheinlich ruhig ausklingen lassen und keine Transaktion mehr vornehmen. Der interne Zinsfuß beträgt aktuell 9,17%. Zwischenzeitlich wies dieser kurzfristig über 15% aus. Mit den enthaltenen Unternehmen bin ich nach wie vor zufrieden. Auch wenn einige Unternehmen und Anlageklassen sehr volatil sind, wird das Portfolio nur minimalst von dieser Volatilität tangiert. Die aktuelle Asset Allocation beträgt nun 69,68%, Gold 16,07, Cash 11,65 und 2,59% Kryptowährungen.

 

Dashboard:

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Sei Gierig, wenn andere ängstlich sind

 

Der größte Teil der Anleger macht aktuell einen gewaltigen Bogen um Unternehmen aus China. Der Grund dafür sind die potenziell gefährdeten Immobilienkredite. Auf meinem aktuellen Monatsbericht vom Oktober 2017 konnte ich sehen, dass der größte Anteil an Aktien, welche ich halte, die Währung Hongkong Dollar aufweist. Wenn es wirklich in großen Stil zu dem Ausfall der Kredite kommen sollte, dann wird dies auf die ganze Welt überschnappen. Dann sind auch Aktien aus allen Regionen der Welt betroffen. Ich sehe die aktuelle Ängstlichkeit eher als Grund dafür günstig einzukaufen.

 

 

Wie Warren Buffett schon sagte "sei Gierig, wenn andere ängstlich sind". Langfristig sehe ich China als die aufkommende Supermacht. Deshalb investiere ich auch einen großen Teil in die Asien-Region. Wie ich aber immer wieder sage, ist eine starke Diversifikation von enormer Bedeutung.

 

Aktuelle Verteilung der Asien-Aktien:

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Gedanken vergangener Tage und Anregungen zum nachdenken

Während ich hoch volatile Assets wie Kryptowährungen und Aktien im Portfolio habe, ist mir trotzdem immer die Sicht auf das Wesentliche wichtig. Natürlich ist es von Bedeutung, wie sich einzelne Anlagen verhalten, aber viel ausschlaggebender ist die Gesamtperformance aller Anlagen zusammen. Das große Ganze ist wichtig. Demnach erscheint mir auch die volkswirtschaftliche Betrachtung als sinnvoll.

 

Peter Lynch sagte einst, "es ist nutzlos die Konjunktur, das Zinsniveau oder den Aktienmarkt vorherzusagen (also vergeude keine Zeit mit dem Versuch)". Damit wollte er sagen, dass die volle Konzentration auf der Auswahl der Aktien fokussiert sein sollte, egal wie der Gesamtmarkt bewertet ist. Mich würde interessieren, ob er dies auch heute noch so sehen würde?

 

Noch nie waren die realen Zinsen so negativ wie jetzt. Noch nie wurde seitens der Zentralbanken weltweit so stark interveniert und noch nie wurde die Geldmenge so rasch ausgeweitet wie heute.

 

André Kostolany lehrte uns "Geld ist für die Börse wie der Sauerstoff zum Atmen oder das Benzin für einen Motor. Ohne Geld kann die Börse nicht steigen, auch wenn die Zukunft noch so gut aussieht, Friede herrscht und die Konjunktur gut läuft. Niemand kann Aktien kaufen, wenn er kein Geld dafür übrig hat. Man könnte auch sagen, das Geld ist das Lebenselixier des Aktienmarktes". Die Geldmenge wurde im letzten Jahrzehnt im Zuge der Finanzwirtschaftskrise ausgeweitet um die Märkte zu stimulieren. Dieser Versuch ließ die Weltwirtschaft nur langsam wachsen und die erwartete Inflation blieb bis heute weitestgehend aus. Die ausgeweitete Geldmenge führte lediglich zu einer Inflation an den Finanzmärkten. Nahezu alle Anlageklassen stehen aktuell auf sehr hohem Niveau.

 

Wann werden die Zentralbanken wieder Normalität anstreben und die Bilanzsummen reduzieren, sowie die Leitzinsen wieder anheben und der Börse den Sauerstoff zum Atmen entziehen? Wenn die ausgeweitete Geldmenge des letzten Jahrzehnts zu Fehlallokationen im Sinne von unrentablen Investitionen geführt hat, müssen zukünftig Banken vermutlich große Abschreibungen tätigen oder abermals von Steuergeldern gerettet werden. Die große Frage, die dann im Raum steht wird, ist, werden die Steuergelder ausreichen um diese Löcher zu stopfen und wie werden die Zentralbanken die Märkte abermals stimulieren?

 

Meiner Meinung nach werden die Finanzmärkte kurzfristig von der Psychologie der Massen beeinflusst, während es langfristig mit dem Wirtschaftswachstum verwachsen ist. Jedoch kann eine negative Psychologie der Massen auch das langfristige Wirtschaftswachstum beeinflussen. Wenn alle von einer negativen Zukunft ausgehen, dann werden Investitionen zurückgehalten, wodurch weniger Beschäftigung herrscht usw.

 

Kostolany ging davon aus, dass wenn beide Faktoren Geld und Psychologie positiv sind, auch die Kurse an den Märkten steigen werden. Dieses Szenario trifft aktuell zu. Aber wie lange wird dieser Zustand anhalten? Werden die Zentralbanken wirklich jemals die Leitzinsen erheblich anheben und werden die Bilanzsummen der Zentralbanken weltweit wieder reduziert? Hat die rasche Geldmengenausweitung zu Fehlallokationen im Sinne von unrentablen Investitionen geführt? Wird das System nochmals eine Finanzweltwirtschaftskrise standhalten? Werden die Steuergelder zukünftig ausreichen um das System wieder neu zu starten?

 

Auch wenn ich dies vielleicht schon das ein oder andere Mal erwähnt habe, finde ich es heute wichtiger wie eh und je, sein Portfolio zu diversifizieren. Keiner weiß wie die Zukunft aussehen wird. Um für alle Eventualitäten gewaschen zu sein, sollten wir auf vielen Beinen stehen.

 

Vielleicht kommt alles ganz anders und die Geldmenge landet zukünftig tatsächlich in der Realwirtschaft, wodurch die Inflation angeheizt wird und sich die Staaten sowie die Schuldner von unrentablen Investitionen entschulden können. Somit bedarf es keinen direkten Transfer von Steuergeldern um insolvente Schuldner zu retten. Durch die Inflation würden auch die Umsätze der Unternehmen steigen, was zu gerechtfertigte Aktienbewertungen führen oder die Kurse noch weiter ansteigen lassen würde.

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Kryptowährungen

Die letzten Tage sind der Grund, wieso ich nur so einen geringen Kryptowährungsanteil verfüge. Ein Blick heute Morgen auf coinmarketcap.com offenbarte mir, dass der Bitcoin vom ATH um 25% innerhalb kurzer Zeit gefallen ist. Auch wenn die Währungen enormes Potenzial aufweisen, so ist doch die Historie relativ kurz.

 

Auf dem technischen Background von Kryptowährungen, fühle ich mich nicht so versiert, um solche Überschriften zu beurteilen. 

Ich weiß beim besten Willen nicht, wie die Zukunft von Bitcoin bzw. Kryptowährungen verlaufen wird. Lediglich vorstellen kann ich mir die Zukunft. Dies reicht aber nicht dafür, den Währungen einen hohen Anteil am Portfolio beizumessen.

 

Gold ist wie der Bitcoin endlich. Auch wenn nun doch mehr Gold in der Erdkruste vorhanden ist, wie bereits vermutet wird, so muss dies erstmals gefördert werden. Die Zukunft der Goldförderung, kann ich mir noch in etwa vorstellen. Maschinen wurden in der Menschheitsgeschichte zwar weiterentwickelt, jedoch relativ konstant. Wie es jedoch mit "Quantencomputern" und dem knacken von Bitcoin aussieht, entzieht sich meiner Vorstellungskraft. Technisch versierte Menschen werden nun vielleicht Argumente dagegen einbringen, aber es geht mir hier nicht einzig und allein um diese Überschrift. Es geht mir viel mehr darum, dass ich solche Dinge in Bezug auf Kryptowährungen einfach nicht einschätzen kann und deshalb einfach nur einen geringen Anteil an den Währungen verkrafte. Ich muss nicht der Masse hinterherlaufen. Auch wenn Bitcoin auf 10.000 oder gar auf 100.000€ steigt, werde ich es nicht bereuen, nicht mehr investiert zu haben.

 

Während man beim Bitcoin von einem deutlichen Kurssturz sprechen kann, wurde mein Portfolio lediglich 0,2168% in Mitleidenschaft gezogen. So etwas bringt einen nicht aus der Ruhe.


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Portfoliogedanken

Meine letzte Handlung liegt bereits über eineinhalb Monate zurück. Ich sehe aktuell keine Gründe irgendetwas am Portfolio zu verändern. 70,37% Aktien 15,85% Gold, 11,46% Cash und 2,32% Kryptowährungen sind für mich aus heutiger Sicht genau die richtige Verteilung, um die Vorweihnachtszeit in Ruhe zu genießen und mal wieder zur Ruhe zu kommen.

 

In der heutigen Zeit wird man Reizüberflutet und die Welt um einen herum wird immer schneller. Ich versuche mich aktuell gegen diesen Trend zu stemmen, indem ich meine eigene Welt etwas entschleunigen möchte. Ich brauche nicht täglich oder wöchentlich Informationen zu meinen Unternehmen im Depot, da ich keine Arbitrage- oder Spekulationsgeschäfte tätige. Meine Auswahl beschränkt sich auf Unternehmen, welche in auf langfristiger Sicht positiv und erfolgsversprechend beurteile. Bei solchen Zeiträumen können auch sporadisch schlechte Quartalszahlen auftreten. Dies ist jedoch völlig uninteressant und kann vernachlässigt werden.

 

Mit dem Unternehmen Goldmoney (WKN A14XJP) hatte ich das erste Unternehmen im Depot, mit welchem ich die 100% Performance erzielt habe. Kurz darauf überschritt das Unternehmen kurzfristig auch die 150%.

 

Der interne Zinsfuß beträgt nun nach der Rally der letzten Tagen und Wochen 10,19%. Vor exakt zwei Monaten lag der interne Zinsfuß noch bei 2,81% und raste dann auf über 10% nach oben. Und dies in einer Phase, wo der gesamte Markt eigentlich sportlich bewertet ist. Vermutlich haben die wenigsten mit so einem Anstieg am Markt gerechnet. In der nächsten Graphik ist deutlich zu erkennen, dass der stärkste Anstieg des Portfolios in den letzten zwei Monaten stattfand.

 

 

In den letzten Wochen und Monaten ist mir folgendes aufgefallen. Mit zunehmender Größe und Diversifizierung des Portfolios, werde ich in dem Bedürfnis/Drang etwas zu verändern viel entspannter. Vor einiger Zeit, als im Depot noch deutlich weniger Unternehmen enthalten waren, reflektierte ich oftmals meine Kaufentscheidungen und war dann häufig unsicher bei den Unternehmen. Vielleicht kommt diese Gelassenheit auch mit zunehmender Erfahrung, jedoch bin ich mir sicher, dass dies auch mit der Portfoliogröße zu tun hat. Die letzten Investitionen, die ich tätigte, waren kaum größer als 3% am Gesamtportfolio. Selbst bei einem Totalverlust dieser Investitionen, wäre dies zu verkraften. Anders sieht dies bei Investitionsgrößen von >10% aus. Deshalb ist es für Anfänger sehr wichtig erstmals ETFs zu besparen und mit zunehmender Größe umzuschichten. Gerade für Anfänger ist dieser Weg jedoch oftmals zu langweilig und der Drang direkt in Einzeltitel zu investieren ist groß. Ich bin der Meinung, dass wenige Einzeltitel mit kleinem Kapital nur zu unruhigen Schlaf führen und das Depot in Schieflage bringen.

 

 

Sollte sich nichts gravierendes an meiner Portfolio-Allokation in den letzten Wochen des Jahres ändern, so werde ich vermutlich auf den Endspurt keine Veränderungen vornehmen und es entspannt angehen lassen.


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