Entwicklung des Depots seit 2016

Rote Linie: Einzahlungen

Schwarze Linie: Depotwert

 

Dies ist meine Depotentwicklung seit Beginn 2016. Meine Strategie die ich seit Anfang 2017 verfolge, entspricht nicht dem Standard eines Durchschnittsanlegers. Meine Strategie beinhaltet 75% Aktien, 20% Gold und 5% Anleihen. Die Aktien verteilen sich zu jeweils zu ein Drittel auf Amerika, Europa und Asien. Die Volatilität des Depots ist bisher eher gering, mal schauen ob sich das mit der neuen Strategie ändern wird.

  • Interner Zinsfuß (Gesamt): 2,00%
  • Interner Zinsfuß (2017): -2,76%
  • Gesamtrendite: 1,82%
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Vermögensgewichtung mal anders

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Wie lange werde ich meine Strategie von einer 20%igen Goldquote verfolgen?

Wie bereits schon mehrfach erwähnt, ich möchte keine endlosen Berichte schreiben, lediglich meine Gedanken kurz zu Wort bringen.

 

Zunächst einmal sollte man sich die Leitzinsen seit 2000 anschauen. Diese wurden damals in den Industrieländern weltweit gesenkt. Damals war der Leitzins der USA bei 1 % und es kam zu einem großen Aufschrei.

Quelle: Finanzen.net
Quelle: Finanzen.net

Die Leitzinsen wurden immer weiter gesenkt um die Wirtschaft anzukurbeln. Die geringen Zinsen begünstigten Fehlallokation des Geldes. Es wurden viele Investitionen getätigt wurden, welche nur gering rentabel waren. Diese Fehlallokationen wären bei höheren Leitzinsen vermutlich nie eingetreten. Die geringen Leitzinsen ermöglichten den Unternehmen gute Auftragslagen, woraufhin die Aktienkurse auf unerreichte höhen kletterten. 

Quelle: justetf.com
Quelle: justetf.com

Als die Leitzinsen 2004 wieder anstiegen und die Kredite verlängert werden mussten, stiegen auch die Zinszahlungen zu den Investitionen teilweiße um mehrere hundert Prozent. Auch Variable Zinsen auf Kredite stiegen plötzlich rasant an. 2008 kam es zur Finanzkrise und das entweichen der Fehlallokationen (Blase). Hypothekenkredite konnte nicht mehr bedient werden und die verbrieften Papiere verloren massiv an Wert.

 

Nun etliche Jahre später sind die Leitzinsen der Industriestaaten abermals auf Rekordtief. Was damals nach der Anhebung der Leitzinsen passiert ist, wissen wir nun bereits. Wieso sollte es diesmal anders sein? Leider liegt es in der Natur des Menschen nur sehr langsam aus Fehlern zu lernen. Ich denke, dass wir aus der letzten Finanzkrise nur wenig gelernt haben.

 

Laut dem Maastricht Vertrag liegt die Schuldenobergrenze bei max. 60% des BIP´s. Im Zuge der aktuellen Leitzinsen von 0% können sich die Staaten entschulden. Begünstigt wird dies durch das Aufkaufen der Europäischen Staatanleihen der EZB. Die Leitzinsen zu senken um das Entschulden der Staaten zu unterstützen ist normalerweise nicht Ziel der europäischen Zentralbank. Die EZB hat das vorrangige Ziel die Preisstabilität zu gewährleisten. Sollte die Inflation anziehen, muss die EZB die Leitzinsen anheben.

 

Angenommen durch die günstigen Rahmenbedingungen, könnten sich die Staaten entschulden und tatsächlich die Obergrenze von 60% im Laufe der nächsten Jahre erreichen.

Spätestens dann muss der Leitzins wieder angehoben werden. Hierbei werden alle Fehlallokationen ans Licht kommen. Ein Blick auf die Leitzinsentwicklung lässt vermuten, dass wir uns heute in etwa da befinden, wo wir 2003 standen. Folgend die Goldpreisentwicklung in Dollar.

Quelle: Finanzen.net
Quelle: Finanzen.net

Trotzdem denke ich, dass die Anlageklasse Aktien auch zukünftig alle anderen Anlageklassen langfristig outperformen wird. Nach dem Crash ist vor dem Crash. Ich denke das eine 20%ige Goldquote und ein jährliches Rebalancing in der nächsten Dekade zu einer höheren Rendite bei geringeren Volatilität führen wird. Auch wenn meine Allokation den Markt in den nächsten Jahren nicht schlagen wird, werde ich weiterhin meiner Strategie treu bleiben. Ich gehe nicht davon aus, das die Welt untergeht. Ich sehe das ganze vielmehr als ein langfristigen Zyklus.

 

Anmerkung: Sollten die Staatschulden nicht reduziert werden können, wird Gold auch profitieren.

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Aktuelle Gewichtungen

Da ich mein Handeln (Kaufen und Verkaufen) nur noch auf einen Tag im Monat beschränke und diesen Monat kein Bedarf zum Handeln bestand, hat sich seit dem letzten Monat nahezu nichts verändert. Lediglich das Unternehmen Vinda fand am 06.03.2017 seinen Weg ins Depot. Das Handeln auf einen Tag im Monat zu beschränken, führte ich erst kürzlich ein.

Dadurch, dass ich nur noch an einem Tag im Monat handeln möchte, ist es mir möglich alle Panikkäufe sowie Verkäufe gänzlich zu unterbinden. Nebenbei werden meine Transaktionskosten mindestens halbiert. Unten die Graphik der Verkäufe und Käufe vom laufendem Jahr 2017. Im Februar setzte ich mir meine Asset Allokation fest, wodurch etliche Käufe getätigt wurden. Im Verlauf des Jahres sollten die Käufe drastisch herunterfahren.

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Meine Grundhaltung  (ein kurzer Einblick)

Ich bin und bleibe Optimist. Ich gehe immer davon aus, dass schon alles irgendwie gut werden wird. Auch wenn meine Goldquote von 20% einen anderen Eindruck hinterlässt. Gold besitze ich nicht, weil ich ein Untergangsprophet bin. Sondern aus Gründen der Diversifikation. Da ich fast nahezu in Aktien investiert bin, möchte ich mein Vermögen durch eine andere Assetklasse absichern. Da alle anderen Assets nicht meinen Wünschen entsprechen, bleibt nur das investieren in Gold. Durch Gold erhoffe ich mir in erster Linie etwas Ruhe in meinem Portfolio.

 

Mir ist es egal, ob ein Trump an der Macht ist oder Europa zerbricht. Letztendlich ist für mich die Erkenntnis, dass die Börsen auf lange Sicht schon immer Richtung Norden stiegen, voll und ganz ausreichend. Es wird sich immer ein Grund finden lassen, warum man nicht in Aktien investieren sollte. Crashs kommen und gehen. Nach dem Crash ist vor dem Crash. Mir geht es auch absolut nicht darum einen Crash vorauszusehen und daraus Profit zu schlagen. Wichtig ist doch nur, dass investiert wird. Wer nicht investiert, kann zwar nichts verlieren, aber auch nicht zu Reichtum gelangen.

 

Das ganze Rauschen von Informationen, blende ich soweit mir das möglich ist, aus. Ich muss, will und kann auch nicht alle Informationen aufnehmen und verarbeiten. Vermutlich wird man nahezu zu jeder Aktie News finden, die für einen Kauf sprechen und welche die davon abraten. All die Informationen führen nur dazu, dass die eigenen Investitionen in Frage gestellt werden. Dies kann zu schlaflosen Nächten führen, in denen grübelnd über einen Verkauf nachgedacht wird. Diese Reizüberflutung und das ständige in Frage stellen, können auf Dauer nicht gesund sein.

 

Pessimisten, welche gebetsmühlenartig vom Weltuntergang predigen, werden niemals im Leben glücklich. Selbst wenn die Welt untergehen sollte und der Pessimist stolz verkünden kann, dass er Recht hatte, wird er in seinem Leben niemals glücklich gewesen sein. Wohingegen der Optimist auf ein glückliches und zufriedenes Leben zurück blicken kann.

 

Die Welt braucht Optimisten. Menschen, die in anderen Menschen das Gute sehen. Optimisten verkörpern Freude und Glück, dies macht die Welt besser und lebenswerter. Ich bin der Meinung, dass Optimisten auf ein erfolgreicheres und erfüllteres Leben zurückschauen werden.

 

Ich könnte wahrscheinlich ein ganzes Buch über meine Grundhaltung, meine Werte und meiner Ideologie schreiben, aber ich denke die Kurzfassung reicht aus, um sich ein Bild von mir machen zu können :)


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Branchen- und Währungsverteilung des Depots

Heute möchte ich euch meine Branchen- und Währungsverteilung (ohne Gold) vom Monat Februar präsentieren. Der jüngste Neuzugang Vinda International ist noch nicht enthalten. Die zwanzigprozentige Computer-Hardwarequote stört mich nicht weiter. Ich denke, dass mein Portfolio mittlerweile auch eine annehmbare Diversifikation aufweist.

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Neuzugang Vinda International

Der neuste Zugang im Depot ist Vinda International. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in China. Die Key Marken sind Tempo, Vinda und Tork. Da meine Vorgabe von der Zielallokation abwich und frisches Kapital zur Verfügung stand, musste ich ein Unternehmen aus der Region Asien zukaufen. Diese Region bereitet mir am meisten Kopfzerbrechen. Da ich nur Aktien von Unternehmen kaufe, bei welchen ich die Marken und Produkte kenne. Zufriedenstellende Unternehmenskennzahlen reichen mir für eine Kaufentscheidung nicht aus. Des Weiteren misstraue ich ADR´s und GDR´s und versuche diese zu meiden. Alleine diese zwei meiner Filter reichen aus, um nahezu fast alle Aktien aus der Region Asien auszusieben.

 

Ich möchte nicht ausschließen, dass ich notgedrungen zukünftig auch auf einen Asien ETF zurückgreifen werde.

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Warum ich an Rückkopplungseffekte, Irrationalität, aber nicht an die  Effizienzmarkthypothese glaube

Ich glaube nicht an die Effizienzmarkthypothese. Diese Theorie besagt, dass die Finanzmärkte in dem Sinne effizient sind, dass vorhandene Informationen bereits eingepreist und daher kein Investor in der Lage ist, einen dauerhaft überdurchschnittlichen Gewinn zu erwirtschaften.

Vielmehr glaube ich an die ständige Übertreibung und Untertreibung. In der Betriebswirtschaftslehre wird gerne vom Homo oeconomicus dem Menschenbild des rationalen nutzenmaximierers gesprochen. Ich hingegen sehe aber keine dauerhafte  Rationalität im menschlichen Handeln. Meiner Meinung nach ist der Markt nicht rational. Menschen handeln irrational und oftmals von Gefühlen geleitet.


Rückkopplungseffekte treten dort auf, wo eine kritische Masse überschritten wurde. Wenn eine Aktie um paar Prozente fällt, löst dies noch keine Panik aus. Wenn eine Aktie aber weiterhin abstürzt, machen sich die Medien über das Unternehmen her und berichten vom Untergang der Firma. Dies verursacht bei vielen Anlegern das Gefühl die falsche Entscheidung getroffen zu haben. Daraufhin treten Rückkopplungseffekte auf und weitere Verkäufe werden getätigt. Diese Effekte verstärken sich von ganz alleine und das ganze nimmt seinen Lauf. Rückkopplungseffekte sind auch bei steigenden Aktien möglich.

 

Deshalb sage ich, dass der Markt irrational handelt. Dauerhafte überdurchschnittliche Gewinne sind trotzdem nicht möglich. Den Markt immer zu schlagen, ist Wunschdenken.

 

Die Moral:  Buy und Hold Anleger sollten sich von Rückkopplungseffekten nicht verwirren lassen und sich Ihrer Entscheidung treu bleiben. Den Markt in allen Perioden zu schlagen ist eine Illusion, jedoch sollten die eigenen Regeln, Strategien und Ziele nicht gleich über Bord geworfen werden. Hin und her macht Taschen leer und den Banker erfreut es sehr.

 

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