Philosophieren über das bedingungslose Grundeinkommen

In den letzten Tagen las ich das Buch „Sonst knallt´s!: Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen“. Hierdurch bin ich auf bedingungslose Grundeinkommen (BGE) aufmerksam geworden. Ich habe mich mit dem Thema eigentlich nie befasst. Da ich aber die Bücher der Autoren Marc Friedrich und Matthias Weik gerne lese, wollte ich auch diesmal wissen was Sie zu sagen haben.

 

Ich habe eine Arbeit über „Veränderte Wertschöpfung und neue Geschäftsmodelle durch Industrie 4.0“ geschrieben. Beim lesen des Buches „Sonst knallt’s!“ konnte ich somit viele Parallelen herstellen und viele Aspekte bestätigen. Durch Industrie 4.0 und der Automatisierung über die gesamte Wertschöpfung hinweg, wird es dazu kommen, dass Menschen sich ständig weiterbilden bzw. umlernen müssen. Viele Berufsbilder werden entfallen oder sich drastisch verändern. Deshalb bin ich gegenüber dem BGE positiv gestimmt. Ich glaube, dass selbst die Politik bereits begriffen hat, dass ein BGE notwendig ist. Mittlerweile gibt es etliche europaweite Pilotprojekte hierzu. Womöglich ist das Hindernis nur noch die Frage, wie soll das bezahlt und wie soll es eingeführt werden? Klar wird das BGE auch dazu führen, dass der eine oder andere dies ausnutzen und absichtlich nicht mehr arbeiten gehen wird. Aber was ist mit allen Lastkraftwagen-, Bus- und Taxifahrer, sowie Piloten, etliche Büroberufe usw. die aufgrund neuer Technologien zukünftig wegfallen. Was soll mit all den Menschen geschehen? Jeden kann es treffen und deshalb bin ich für ein bedingungsloses Grundeinkommen.


0 Kommentare

Philosophieren über den Automobilmarkt und Tesla

Ich möchte hier keine Analyse zu Tesla oder dem Automarkt erstellen. Lediglich etwas philosophieren und ein paar Gedanken umherwerfen.

 

VW, BMW, Daimler und etliche weitere Automobilhersteller werden an der Börse aktuell günstig bewertet. Tesla sticht da schon ein wenig heraus mit einer wirklich hohen Börsenbewertung. Dies ist aber nicht nur dem produzieren von Automobilen geschuldet. Tesla stellt sich deutlich breiter in der Produktpalette auf, wie die üblichen Automobilhersteller.

 

Ist Tesla nur ein Hype und ist der Wachstum nur der Vision hinter Elon Musk zu verdanken? Ich denke Tesla kann es schaffen sich zu etablieren und ein hervorragendes Unternehmen zu werden, genauso sehe ich aber auch den umgekehrten Fall. Wenn sich die etablierten Automobilhersteller nicht allzu dämlich anstellen, wird es Tesla in Zukunft schwer haben.

 

Noch schwimmt Tesla auf der Hype- und Visionswelle. Was aber passiert, wenn die anderen Automobilhersteller auch in großen Ausmaß auf die Elektroschiene aufspringen? Die etablierten Hersteller haben hier einige Vorteile, als da wären z.B. bestehende Verkaufswege, Werkstätte, Fabriken, jahrelange Erfahrungen in vielerlei Hinsichten, Gewinne und viele mehr. Etablierte Marken können sich „Kampfpreise“ erlauben, wo hingehend sich Tesla dies nur bedingt und auch nur kurzfristig erlauben könnte.

 

Tesla arbeitet kräftig daran, dass autonome Fahren einzuführen. Dies spricht eigentlich für Tesla, da das Unternehmen hier wirklich Pionierarbeitet leistet. Von einem anderen Blickwinkel betrachtet, bedeutet dies doch aber, dass es womöglich zukünftig weniger Autos geben wird. Klar ist für viele das Automobil ein Statussymbol, aber wozu kaufen, wenn auch teilen möglich ist. Das Fahrzeug, welches mich soeben auf die Arbeit gefahren hat, kann daraufhin meine ganze Familie und Freunde selbstständig zu Ihren Zielorten fahren. Zudem sprießen (siehe China) heute Automobilhersteller regelrecht aus dem Boden. Die natürliche Auslese wird hier noch einige Automobilhersteller stark aufstoßen lassen, aber so ist der Gang des Lebens. Das bedeutet auch, dass die Hersteller weniger Autos in der Gesamtsumme bauen werden.

 

Wer aber wird die natürliche Auslese gewinnen und wer wird verlieren? Dies ist schwer zu sagen. Ich glaube an den Effekt, dass etwas, was sich über sehr lange Zeit etabliert hat, auch weiterhin bestehen bleibt. Jedoch stellen sich viele etablierte Automobilkonzerne wirklich dämlich an, sodass hier der Effekt womöglich verwässert wird. Ich glaube an die Elektromobilität. Deshalb habe ich auch investiert. Aber nicht in Tesla, sondern bereits vor über einem Jahr in das Unternehmen BYD. Dies aus folgenden Gründen:

  • gute Bewertung
  • gute Aussichten
  • die Anzahl der Automobilbesitzer pro Kopf ist in China relativ gering
  • der Staat wird chinesische Unternehmen in China bevorzugen
  • das Unternehmen hat sich breit aufgestellt

Ich denke, dass in der Marktbewertung von Tesla wirklich enorm viel Zukunft steckt. Ob die heutige Bewertung fair ist, wird die Zukunft zeigen. Da ich viele Hindernisse auf dem Weg Teslas sehe, werde ich von einer Investition in naher Zukunft absehen. Es ist heute überhaupt nicht abzusehen, wie das autonome Fahren die Unternehmenslandschaft von Morgen verändern wird. Mittlerweile haben fast alle Automobilhersteller festgestellt, dass Elektromobilität sich durchsetzen wird. Jeder Hersteller wird nun versuchen auf der Welle mit zu schwimmen, um das Feld nicht freiwillig Tesla zu überlassen. Die Zukunft wird zeigen, welche Hersteller in der Lage sein werden, sich den Bedürfnissen der Menschen anzupassen. Unternehmen, welche neue Technologien zu nutzen wissen, werden hier einen Vorteil haben. Ferner glaube ich auch, dass zukünftig immer mehr branchenfremde Unternehmen in dem Automobilmarkt mitmischen werden.

 



0 Kommentare

Buchvorstellung: Sonst knallt´s!

Buchbeschreibung:

Unsere Wirtschaftsordnung, aber auch unsere politische Landschaft sind völlig aus dem Lot geraten. Immer mehr Menschen haben das Gefühl nur noch für den Staat zu schuften und fühlen sich benachteiligt. Eine winzige globale Finanzelite produziert derweil gigantische Blasen illusionären Reichtums und die Politik schaut tatenlos zu. Die Bestsellerautoren zeigen auf, warum die EU und der Euro scheitern werden. Warum wir künftig nicht Leistung, sondern den Konsum besteuern müssen. Warum ein Bedingungsloses Grundeinkommen, Gemeingüter und eine strikte Finanzregulierung sozial gerecht und ökonomisch vernünftig sind. Handeln wir jetzt, bevor es zu spät ist, denn sonst knallt´s!

 

Eigene Worte zum Buch:

Der eine oder andere steht den beiden Autoren (Marc Friedrich und  Matthias Weik) skeptisch gegenüber. Ich dagegen lese gerne Ihre Bücher. Unsere heutige Geldpolitik führt unweigerlich zu Fehlallokationen im Markt. Dies wird sich irgendwann entladen. Das Buch „Sonst knallt’s!“ zeigt einige Fehler des Systems auf. Der Schwerpunkt liegt jedoch darin, wie die Steuerpolitik verbessert werden kann und das das bedingungslose Grundeinkommen notwendig ist.  

 

 

Fazit: Wer sich für das bedingungslose Grundeinkommen und einer neuen Steuerpolitik interessiert, für den ist das Buch zu empfehlen. Ich finde es an der einen oder anderen Stelle etwas seltsam geschrieben, jedoch ist es kurz und bündig, was es wieder lesenswert macht.

 

 

Fazit: Für Interessierte und welche die eine neue Sichtweiße erfahren möchten

 

Preis: 10,- €



Buchvorstellung: Einfach genial entscheiden in Geld- und Finanzfragen

Vollständiger Buchtitel:

Einfach genial entscheiden in Geld- und Finanzfragen - inkl. Arbeitshilfen online: Schließlich ist es Ihr Geld! (Haufe Fachbuch)

 

Buchbeschreibung:

In Zeiten von Nullzinspolitik und hohen Gebühren fällt es privaten Anlegern zunehmend schwer, die richtigen Entscheidungen in Geld- und Vorsorgefragen zu treffen. Als unabhängiger Experte beschreibt Prof. Dr. Hartmut Walz die Vor- und Nachteile gängiger Anlagemöglichkeiten, erläutert wichtige Auswahlprinzipien und enttarnt versteckte Risiken und Fallen. Sie erhalten wertvolle Orientierung sowie bewährte, umsetzbare Strategien für Ihre langfristige Geldanlage und finanzielle Vorsorge.

 

Inhalte

  • Vor- und Nachteile gängiger Anlageklassen und Anlagevehikel
  • Das einfach geniale Siebeneck der Geldanlage zur Auswahl zieladäquater Anlagen: Transparenz, Kosteneffizienz, Rendite vor Steuern, Sicherheit, Inflationsschutz, Liquidierbarkeit, steuerliche Vorteilhaftigkeit
  • Das Diversifikations²-Prinzip: eine Anlagestrategie für unsichere Zeiten
  • Die Zinsfalle verstehen und vermeiden
  • Hintergrundinformationen, Expertenwissen und direkt umsetzbare Empfehlungen

Eigene Worte zum Buch:

Das Buch ist wirklich sehr gut geschrieben. Leider war mir vieles bereits bekannt. Jeder der "genial entscheiden in Geld- und Finanzfragen" möchte, sei dieses Buch empfohlen.

 

Fazit: Empfehlenswert

 

Preis: 19,95€



Überlegungen zum Markt

Die letzten Tage habe ich mir Gedanken zur Euphorie am Markt gemacht. Immer wenn ich über die letzten Krisen der letzten Jahrhunderte las, dachte ich mir „wie konnten die Menschen damals nur die Vorboten der Krise übersehen“. Heute sind abermals etliche Zeichen zu sehen und wieder strömen die Kleinanleger nach der jahrelangen Hausse in den Markt um etwas vom Kuchen abzubekommen. Die Geschichte wird sich wiederholen, da wir eindeutig nichts daraus gelernt haben. Damals führten die niedrigen Zinsen dazu, dass Kredite aufgenommen wurden, die dann nicht wieder zurückgezahlt werden konnten. Heute ist das Ausmaß weitaus größer. Wann es dazu kommt, weiß niemand. Deshalb bleibe ich meiner Linie treu und behalte meine Allokation bei.


0 Kommentare

Real- VS. Nominalverzinsung in Niedrigzinszeiten unter Berücksichtigung der Steuer

Immer öfter wird gejammert, dass es keine Zinsen mehr gibt. Aber wenn man sich die reale Verzinsung nach Steuer der Vergangenheit anschaut, stellt man fest, dass es früher auch nicht besser war. Heute erhalten wir zwar keinen Zins, jedoch gibt es auch so gut wie keine Inflation (Kaufkraftverlust).

 

Wenn man den Freibetrag unberücksichtigt lässt und die Kirchensteuer und die Abgeltungssteuer addiert, so ergibt dies ca. eine Steuerlast von 28%. Heute sind die Zinsen in etwa vergleichbar mit der Inflationsrate. Wie nehmen einfach mal an 0% Inflation und 0% Zinsen. Sprich wir haben keine Zinsen erhalten, sodass wir auch keine Steuern (28%) zahlen müssen. Anders ausgedrückt haben wir weder Zinsen erhalten, noch hat die Kaufkraft an uns genagt.

 

Früher habe wir in manchen Zeiten 2% Zinsen erhalten, jedoch auch 2% Kaufkraftverluste (Inflationsrate) hinnehmen müssen. In diesem Szenario haben wir jedoch Steuern in Höhe von 28% an den Fiskus entrichtet. Somit standen wir schon damals des Öfteren schlechter dar wie heute.  Gerne wird hier auch von Scheingewinnen gesprochen, da diese zwar Nominell eingetreten sind, jedoch Real (abzgl. der Inflation) zu keiner größeren Kaufkraft geführt haben. "Früher, Früher war alles besser" Nein das stimmt so nicht. Nur Früher unterlagen wir der Geldillusion.  Heute fällt uns dies nur auf, da der nominelle Zins (sichtbarer Betrag) fehlt.

 

Das Beispiel ist stark vereinfacht. Zinsen und Inflation schwanken und auch der Freibetrag ist unberücksichtigt geblieben. Es soll einfach dazu anregen die Sachlage objektiv zu bewerten. Nicht immer ist heute alles schlechter, oftmals war es noch nie besser.


0 Kommentare

Die Kunst des Leerverkaufes - Welchen Mehrwert bringt mir das Wissen und wie kann ich es nutzen?

Seit längerer Zeit schaue ich auf die hohen Bewertungen am Markt und überlege mir, was im Falle eine Korrektur oder eines Crashs mit meinem Portfolio geschehen würde. Das Thema Leerverkaufen ist mir zwar bekannt und auch kenne ich die Praktiken, jedoch entschloss ich mich dazu das Buch "Die Kunst des Leerverkaufes" von Florian Homm zu lesen. Das Buch erklärt kurz, dafür aber ausreichend das Wissen über die Kunst des Leerverkaufes.

 

Was habe ich mitnehmen können? Im Großen und Ganzen eigentlich nichts, was ich nicht bereits schon wusste. Herr Homm sieht inverse ETFs als eine gute Möglichkeit um an fallenden Kursen partizipieren zu können. Reverse ETFs waren mir bereits bekannt und auch ich sehe das als die einzige Möglichkeit um an fallenden Kursen Gewinne zu erwirtschaften.

 

Man kauft einen inverse ETF und erwirtschaften bei einem Crash oder einer Korrektur gewinne. Dies hört sich vielleicht einfach an, aber der Eindruck trübt. Zum einen wegen der Pfadabhängigkeit (für mehr Informationen verweise ich gerne auf einen Beitrag von justetf.com - Short ETFs: Depotabsicherung?) und zum anderen stellt sich die Frage, ab wann man Short gehen sollte. Wenn ich jemals Short gehen würde, dann nur um mein Portfolio abzusichern (Hedge). Selbst wenn das eigene Depot in einer starken Korrektur nur um wenige Prozentpunkte abgesichert werden kann, so macht dies auf einem langen Zeithorizont einen immensen Unterschied.

 

Die Pfadabhängigkeit wird dann zum Problem, wenn man längerfristig Short geht. Ergo sollte ein Hedge nur kurzzeitig bis zu einem Jahr ausgeführt werden. In einer Hausse Short zu gehen, weil man den Verdacht hegt, dass der Markt überbewertet ist, ist aussichtslos. Hierzu fällt folgendes Zitat ein: "Die Märkte können länger irrational bleiben, als du solvent!" (John Maynard Keynes). Ergo sollte der Hedge dann ausgeführt werden, wenn der Markt bereits korrigiert. Nur wie lange korrigiert der Markt und ab wann kommen die selbstverstärkenden Kräfte hinzu? Damit sind z.B. hinterlegte Stopp-Loss-Order gemeint, welche in einer Korrektur ausgelöst werden und den Effekt weiter verstärken. Wenn man sich die Vergangenheit anschaut, korrigierten die Märkte oftmals ~50%. Wird dies auch zukünftig so sein? Das weiß niemand, aber die selbstverstärkende Kräfte werden eintreten und dann wird die Politik sich mit aller Gewalt dagegen stemmen, um das worst case zu verhindern. Womöglich wieder mit quantitative Lockerung (billigem Geld). Vermutlich geht dann alles wieder von vorne los, bis es wieder zu einer Übertreibung (Blasenbildung) kommen wird.

 

Aber wieso verhindert die Politik die Blasenbildungen nicht? Dies ist eigentlich relativ einfach zu beantworten. Ab wann ist eine Blase eine Blase? Keiner möchte die Wirtschaft durch Einschränkungen bremsen um als Spielverderber dazustehen. Beim Platzen einer Blase werden Steuergelder verpulvert um schlimmeres zu verhindern. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, bedarf es an einer kritischen Masse. Bis dahin wird sich dieser Kreislauf endlos wiederholen. Nun aber wieder zurück zum Thema Leerverkaufen. Werde ich nun bei Bedarf Short gehen oder nicht? Dies kann ich nach heutigem Stand der Dinge leider nicht beantworten. Abgeneigt bin ich nicht einen leverage (maximal 3fach gehebelt) inverse ETF kurzzeitig zu erwerben. Dadurch würde ich aber weniger Geld erwirtschaften, sondern lediglich den Weg nach unten wenige Prozentpunkte  abfangen wollen. Ich würde jedoch maximal nur fünf prozent meines Bestands in einen inverse ETF investieren. Ferner würde ich nur bei bereits eingetretenem Kurssturz, bei dem sich die selbstverstärkenden Kräfte in Gang gesetzt haben, Short gehen. Aussteigen würde ich dann bei ca. ~50% von den ATH der globalen Leitindizes. Aber wie bereits gesagt, weiß ich nicht, ob ich überhaupt bereit bin auf fallende Kurse zu setzen. Bei diesem Thema sollte sich jeder selbst die Frage nach der Ethik und der Moral stellen.

 

Wie bereits schon einmal erwähnt, bin ich kein Pessimist nur Realist. Ich versuche die Dinge objektiv und rational zu sehen. Ich werde nicht auf heile Welt machen, wenn die Zahlen eine andere Sprache sprechen. Meine Entscheidungen basieren auf Rationalität und nicht auf Dummheit vieler. Auch wenn ich hierzu oftmals von der Mehrheitsmeinung abweiche und nicht mit dem Mainstream mitschwimme. Ich bilde mir meine eigene Meinung, welche zumeist auf Zahlen beruht. Trotzdem bin ich nicht fehlerfrei und deshalb werde ich meine getroffenen Entscheidungen von Zeit zu Zeit reflektieren um besser zu werden.


0 Kommentare

In heutigen Zeiten die Objektivität nicht aus den Augen verlieren - Aus der Vergangenheit lernen

Vor etwa zwei Jahren erfuhr ich durch einen Bekannten, wie das Anlageverhalten zur Millenniumblase war. Er sagte mir, dass selbst die Kellnerinnen in der Kneipe über Aktien redeten und dass eine gekaufte Aktie bereits nach wenigen Tagen manchmal im mittleren zweistelligen Bereich gestiegen war. Damals traf die Baisse die Anleger kalt und viele verloren ihr Geld. Doch was können wir aus der Vergangenheit lernen? Hierzu müssen wir uns nur den S&P500 Shiller KGV anschauen. Jedes Mal, wenn der S&P500 einen Schwellenwert überschritten hatte, kehrte sich das ganze um. Das ist bereits etliche Male geschehen und vermutlich wird es dieses Mal wieder geschehen. Andere Indizes haben bereits auch enorm hohe Bewertungen erreicht.

Quelle: multpl.com
Quelle: multpl.com

Auch wenn ich die Euphorie von damals nur aus Hörensagen kenne und die Stimmung wahrscheinlich noch euphorischer war wie heute, so ist doch auch jetzt eine solche Stimmung zu bemerken. Es werden immer mehr Depots eröffnet und die Wertpapierkredite sind auf schwindelerregende Höhen angestiegen. Ich bin Freund des Shiller KGVs und ich halte sehr viel davon, weshalb es mir doch etwas aufstößt, wenn ich die Marktbewertungen ansehe. Ich bin kein Crashphilosoph aber auch kein Schönredner. Ich versuche lediglich die Dinge objektiv zu betrachten. Beim Aktienkauf kann ich meine Augen nicht vor solchen Fakten verschließen und hoffen das eingehende Dividenden schon alles Regeln werden. Trotz allem glaube ich mit meiner Strategie gut aufgestellt zu sein. Was ich ändern möchte, ist die Intensivierung der Qualität mit der ich meine Unternehmen aussuche.

 

 

Ferner möchte ich nur für den Fall der Fälle vorbereitet sein und werde die Tage das Buch "Die Kunst des Leerverkaufes: Wie Sie Ihr Portfolio vor Verlust schützen u. bei fallenden Werten profitieren können. Die Pflichtlektüre zum Thema Leerverkauf für angehende u. professionelle Investoren" von Florian Homm et al. (2017) lesen. Dies heißt aber nicht, dass ich Leerverkäufer werden möchte. Ich möchte dies lediglich verstehen und nur für den äußersten Fall einen Plan B in der Hinterhand haben. Ich lege mir gerne Realoptionen zu Recht, sodass ich jederzeit auf Alternativen zurückgreifen kann. Ich bin solchen Themen offen gegenüber, da ich nicht nur ausschließlich auf Dividenden fixiert bin.




0 Kommentare

Portfolioreport Mai 2017

Da ich mein Blog wie ein Tagebuch führen möchte um Ereignisse im Nachgang besser analysieren zu können, werde ich zu Beginn jeden Monats einen Report des vergangenen Monats erstellen. In diesem möchte ich Veränderungen kundtun und meine Beweggründe für Transaktionen erklären.

 

Portfolioübersicht:

Nach wie vor strebe ich ein stärker diversifiziertes Portfolio an. Apple alleine stemmt zum 31.05.2017 über 10% meines Portfolios. Dies will in den nächsten Monaten durch Einzahlungen ändern. Verkaufen um eine breitere Diversifikation zu erhalten, steht aktuell nicht zur Debatte.

 

Zinsfuß:

4,26%

 

Veränderungen/Transaktionen/Handlungen:

Ich Mai habe ich weder etwas gekauft, noch etwas verkauft.


0 Kommentare