Marktbewertungen und eine Entscheidung

Ich habe mir mal vorgenommen, keine Aktien mehr zu kaufen, wenn das Shiller-Kursgewinnverhältnis des S&P500 einen Wert von dreißig erreicht. Auch wenn die Rahmenbedingungen heute anders sind und viele vermutlich die Meinung vertreten, dass das ja so sein müsse, da die Zinsen so niedrig sind und dies Auswirkungen auf die Bewertungen hat, so sehe ich dies ganz anders. Der Markt ist dermaßen verzerrt und Fehlallokationen müssen unweigerlich auftreten.

Quelle: http://www.multpl.com/shiller-pe/
Quelle: http://www.multpl.com/shiller-pe/

Immer wenn ich den Shiller-KGV des S&P500 in der Vergangenheit anschaute, überlegte ich mir, wieso die Anleger damals die Korrekturen nicht kommen sahen. Da ich meine Entscheidungen rational und ohne Gier begründe, habe ich mich dazu entschlossen vorerst nicht weiter zuzukaufen. Eine Ausnahme würde ich nur machen, wenn ich ein hervorragendes Unternehmen zu einem hervorragenden Preis bekommen würde.


Portfolioreport Juli 2017

Portfolioübersicht (letzten zwei Monate)

Zinsfuß:

0,81%

 

Portfolio-Entwicklung:

Rote Linie: Einstandsverlauf

Schwarze Linie: Wertverlauf

 

Veränderungen/Transaktionen/Handlungen:

Ich Juni habe ich weder etwas gekauft, noch etwas verkauft.

 


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Transaktionskosten vor und nach einer Strategie- und Regelwerksimplementierung

Im Februar grübelte ich tagelang über eine Strategie um meine Ziele zu erreichen. Mir sind zwar viele Börsenweisheiten bekannt, aber ohne klare Richtlinien, verführte mich die eigene Psychologie oftmals zum Kauf oder Verkauf. Auch dann, wenn dies im Widerspruch zu meinen Gedanken stand. Unter anderem stiegen meine Transaktionskosten immer weiter an, obwohl mir bewusst ist, dass diese langfristig meine Rendite schmälern. Deshalb brachte ich all mein Wissen und viele Börsenweisheiten zu Papier. Hiermit wollte ich meine Gedanken wirklich vollständig strukturieren. Nach nun fünf Monaten, möchte ich meine Transaktionskosten davor und danach vergleichen.

Transaktionskosten davor (5 Monate): 198,65€

Transaktionskosten danach (5 Monate): 15,45€

Reduktion: 92,2%

Anzahl der Transaktionen davor (5 Monate): 21

Anzahl der Transaktionen danach (5 Monate): 1

Reduktion: 95,2%

Jetzt werde ich etwas kreativ. Ich unterstelle, dass ich monatlich 36,64€ einspare. Würde ich 36,64€ monatlich anlegen, dann hätte ich bei 7% Zins nach 30 Jahren 43.107,29€. Das ist eine beachtliche Summe.

Was enthält mein Regelwerk:

Vorgaben der Assets/Regionen/Branchen-Allokationen

Kauf- und Verkaufszeitpunkte der Assets und der einzelnen Positionen

Kauf- und Verkaufsbedingungen der Assets und der einzelnen Positionen

Fazit:

Das niedergeschriebene Regelwerk, hat meine Transaktionskosten auf ein Minimum reduziert. Ich kann es jeden nur empfehlen, dies mir gleich zu machen. Vor allem es wirklich auf Papier niederzuschreiben. 


Handlungsbedarf des Portfolios - Juli 2017

Jedes dritte Wochenende im Monat, habe ich mir vorgenommen meine Allokation auf Handlungsbedarf zu prüfen. An diesem Wochenende war es nun wieder soweit. Meine Vorgaben weichen zwar von der gewünschten Allokation ab, aber meine Regel "Kein Kauf bei unverhältnismäßigen Transaktionskosten" beschränkt mich abermals.

 

Deshalb wird es auch im Juli keine Transaktion geben.


Fokussierung. Stärke oder Schwäche?

In der letzten Woche las ich das Buch, Setze dir größere Ziele von Rainer Zitelmann. Hierzu muss ich sagen, dass es eines der besten Bücher war, die ich je las. Kurz und prägnant werden Erfolgsstory vieler bekannten Persönlichkeiten aufgezählt und Gemeinsamkeiten/Parallelen aufgezeigt.

 

In vierten Abschnitt greift Zitelmann den Begriff "Fokussierung" auf. Bisher sah ich meine extreme Fokussierung als meine Schwäche an. Sobald ich für irgendwas Feuer und Flamme bin, vergesse ich manchmal zu essen, zu trinken und nehme meine Umwelt nur noch bedingt wahr. Nachdem ich nun durch das Buch erfahren habe, dass etliche erfolgreiche Menschen auch eine solche ausgeprägte Fokussierung besitzen, nehme ich diese Eigenschaft an mir völlig anders wahr. Ich habe meinen Blickwinkel daraufhin geändert und zähle diese Eigenschaft an mir nun zu meinen Stärken. Oftmals hilft es seinen Blickwinkel zu ändern um neue Perspektiven zu erhalten.

 

 

Ich kann jedem das Buch Setze dir größere Ziele nur empfehlen. Ich werde mir auch weitere Bücher von Rainer Zitelmann zulegen, da ich seine Einstellungen und Werte mit meinen vereinbaren kann.


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Immer sofort Aktien kaufen.

Oftmals sehe ich in anderen Finanzblogs, dass jeden Monat mit verfügbaren Kapital sofort Aktien gekauft werden. Entweder ist mal so optimistisch gestimmt, dass der Aktienmarkt immer nur in Richtung Süden marschiert oder man vergisst schlicht Diversifikationseffekte zu nutzen. Langfristig mag der Aktienmarkt immer Richtung Süden marschieren, aber sporadisch kommt es vor, dass hier und da eine Korrektur ansteht. Diversifikation über mehrere Assets kann hierbei behilflich sein. Nicht alle Eier in einen Korb legen oder nicht alles auf eine Karte setzen, ist die Devise.

 

Diversifikation in Kombination mit Rebalancing kann auch in schwierigen Marktphasen das Risiko minimieren. Ich sehe immer öfter den Trend, dass jegliches angesparte in den Aktienmarkt gepumpt wird. Langfristig mag das vielleicht gut gehen, aber wer kann schon sagen, was in 10, 20 oder gar in 30 Jahren ist. Wieso unnötiges Risiko eingehen. Ich verteile mein angespartes in Aktien, Anleihen, Cash und Gold. Dabei diversifiziere ich die Assetklasse Aktien sogar Regional sowie nach Branchen. 

 

 

Da ich keine Wahrsagerkugel besitze und Kaffeesatzleserei nicht beherrsche, kann ich nicht sagen, welche Strategie die richtige ist. Ich versuche nur unnötiges Risiko zu vermeiden. Ich muss nicht dem Rudel in den Abgrund folgen oder die Meinung der Mainstreammedien vertreten. Ich bin wie ich bin, und ich mache mir meine eigenen Gedanken über mein Handeln. Nur weil alle so handeln, muss ich dies nicht auch tun. Blinder Optimismus hat noch niemanden geholfen. Immer sofort mit verfügbaren Kapital Aktien zu kaufen, empfinde ich als zu kurz gedacht.


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Buchvorstellung: Dein nächstes großes Ding: Gute Ideen aus dem Nichts entwickeln

Buchbeschreibung:

Ob du deine eigene geniale Geschäftsidee verwirklichen, mit jeder Person im Raum connecten, eine neue App entwickeln oder Surflehrer auf Hawaii werden möchtest – dieses Buch hilft dir, deine Ziele zu entwickeln, und zeigt dir die nächsten Schritte für deinen ganz großen Coup. Es liefert dir zahlreiche Killer-Ideen, um dein nächstes großes Ding in die Tat umzusetzen.

 

Ausnahmejungunternehmer Matthew Mockridge zeigt dir die Muster und Strategien hinter echten Erfolgsideen und macht sie für dich sofort umsetzbar. In 60 Killer-Applikationen vermittelt er dir anschaulich und mit vielen eigenen Backstage-Storys Themen wie Trendbeobachtung, Start-up-Lifestyle, Ideenentwicklung und Evaluierung, explosives Wachstum, Produktivitäts-Hacking u. v. a. m. Lern die Systeme hinter den erfolgreichsten Ideen, um dein Leben und dein Business sofort zu verändern.

Eigene Worte zum Buch:

Der Titel und die guten Rezensionen brachten mich dazu dieses Buch zu kaufen. Ich bin etwas enttäuscht von dem Buch. Vielleicht liegt das daran, dass der Buchtitel so reißerisch ist und ich dadurch eine zu große Erwartungshaltung einnahm. Trotzdem konnte ich viele Tipps mitnehmen, die mir persönlich weiterhelfen. Der Autor geht mehr auf die Aspekte ein, wie man ein Business aufbaut und erfolgreich führt und wie man seine Persönlichkeit weiterentwickelt, aber weniger auf den Ideenfindungsteil zu einem Business. Wobei der Titel genau dies suggeriert.

 

Fazit: gut aber man erwartet mehr

 

Preis: 24,90 €



Statussymbole und meine Zielperspektiven

Der eine oder andere liebt Statussymbole und erfreut sich über den Luxus denn er sich leisten kann. Ich verzichte größtenteils auf Statussymbole, aber nicht, weil ich diese nicht leiden kann. Bei Statussymbole steht mir der Nutzen im Mittelpunkt. Brauche ich ein großes Auto um meine Nachbarn zu übertreffen? Nein, deshalb reicht auch ein gebrauchter Kleinwagen, der meine Bedürfnisse von A nach B zu kommen befriedigt. Brauche ich mehr Wohnraum um meine Gästen zu beeindrucken? Nein, eine Wohnung die den Umständen entspricht, reicht aus. Alleine diese zwei Konsumausgaben sind für nahezu 80% der Ausgaben verantwortlich. Ich verzichte aber nicht gänzlich auf Statussymbole. Ich möchte niemanden imponieren, nur meine Bedürfnisse nach einem durchdachten und einfachen Leben, realisieren. Dazu gehören eben auch materielle Dinge und unter anderem auch Statussymbole. Statussymbole können unter gewissen Umständen auch als Investition verstanden werden. Beispielsweiße können Markenklamotten auf den Weg der Hierarchie nach oben förderlich sein. Klingt dumm, aber „Kleidung machen Leute“. Das Erscheinungsbild wirkt Wunder auf dem Weg nach oben. Für mich ich ist der Gedanke sich Statussymbole leisten zu können bereits völlig ausreichend. Zu wissen, dass man sich einen Mittelklassewagen leisten könnte, ist mir wichtiger, wie einen zu besitzen.

 

Ziele und Ergebnisse sind wichtig. Ohne Ziele würde es nicht klappen, aber der Weg bzw. der Prozess ein Depot/Geldvermögen zu verwalten und sich Gedanken auf volkswirtschaftlicher- sowie betriebswirtschaftlicher Sicht zu machen, ist meine Leidenschaft. Es macht mir Spaß Geld zu verwalten und es nach eigenem Ermessen anlegen zu können. So blöd es klingen mag, aber die BWL und die VWL gehören zu meinem Leben. Sich Gedenken über ökonomische Zusammenhänge zu machen und daraufhin eine Strategie zu entwerfen, das erfüllt mich mit Leben. Ob meine Strategie, die ich dabei verfolge mir zukünftig Recht geben wird, dass weiß ich nicht. Aber es geht mir schon lange nicht mehr nur um das Ziel/Ergebnis. Es geht mir um Selbstverwirklichung im Leben und diese finde ich darin mein „Vermögen“ nach besten Kenntnisstand und Gewissen zu verwalten. Trotzdem darf die Liebe, Freundschaftspflege, Familienbesuche, Reisen und ähnliches nicht vergessen werden. Der Mix aus all den Aktivitäten führt bei mir zu einem erfolgreichen und glücklichen Leben. Ich habe meine Berufung und Bestimmung gefunden.

 


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Portfolioreport Juni 2017

Portfolioübersicht (letzten zwei Monate)

Zinsfuß:

2,59% (meines Erachtens die wichtigste Kennzahl)

 

Entwicklung

Rote Linie: Einstandsverlauf

Schwarze Linie: Wertverlauf

 

Veränderungen/Transaktionen/Handlungen:

Ich Juni habe ich weder etwas gekauft, noch etwas verkauft. Lediglich eingezahlt habe ich. Gemäß meiner aktuellen geplanten Asset-Allokation von 70% Aktien, 5% Anleihen, 5% Cash und 20% Gold müsste ich eigentlich Aktien zukaufen. Dies mache ich jedoch nicht, da ich keine Transaktion auslöse, welche über 1% Gebühren verursacht. Gold dagegen kaufe ich nur einmal im Jahr und zwar im März. Seitdem ich mir ein Regelwerk erstellt habe, sind meine Transaktionen drastisch eingebrochen. Dies war aber so gewollt um Irrationalität und unüberlegte Handlungen zu beschränken.

 


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