Wieso ich der kurzen Sicht keine Beachtung schenke

Am 06.09.2017 postete ich den Beitrag "Benchmarkbetrachtung - Arero der Weltfonds vs. eigenes Portfolio". Hierbei zeigte ich, dass mein Portfolio gegenüber der Benchmark im Jahr 2017 bisher schlechter Abschnitt. Der Arero Weltfonds hatte bisher Kursgewinne von 1,87% gegenüber 0,56% meiner Portfolio-Performance zu verzeichnen.

 

Heute, nicht einmal einen Monat später, hat sich das Blatt gewendet. Der Arero Weltfonds steht nun bei 3,34% während mein Portfolio bei 4,46% steht. Dies kann sich aber genauso schnell wieder ändern. Vor allem ist der Kursanstieg meines Portfolios auf nahezu einen Wert zu reduzieren. BYD, ein chinesischer Elektro Automobilhersteller, hatte jüngst eine rasante Rally hingelegt.

 

 

Vermutlich wird mein Portfolio in einem halben Jahr wieder unter der Benchmark liegen oder darüber. Dies weiß ich nicht. Was ich aber weiß, ist, dass ich von meinen Unternehmen im Portfolio überzeugt bin. Deshalb macht es mir nichts aus, wenn mein Portfolio im machen Perioden schlechter wie die Benchmark abschneidet. Es ist nicht möglich, in allen Perioden besser als der Marktdurchschnitt abzuschneiden. Solange langfristig die Tendenz stimmt, ist alles im grünen Bereich.

 

Wie immer gilt es, sich seiner Strategie treu zu bleiben. Man darf den glauben gegenüber dem eigenen Handeln nicht ständig in Frage stellen. Es werden immer wieder Zeiten kommen, in denen der Markt besser abschneidet. Falsch finde ich, immer den Kursen der Aktien hinterher zu laufen, welche gerade eine super Performance hingelegt haben.

Bei einem Einkauf im Supermarkt, rennt man doch auch nicht den Produkten hinterher, welche gerade im Preis gestiegen sind. Wir suchen doch alle nach den Produkten, welche gerade im Angebot sind. Dieses Verhalten müssen wir auch auf die Börse übertragen. Stattdessen eilen viele den kurzfristigen Gewinnen hinterher. Gier frisst Hirn lautet oftmals die Devise. Deshalb bin ich der Meinung, dass eine kurzfristige Sicht nur zu falschen Entscheidungen führt.

 

Um einen aussagekräftigen Benchmark vergleich anzustellen, müssten Zeiträume von mehr als 10 Jahren verwendet werden. Diese Vergleichszahlen, haben die wenigsten Privatinvestoren. Deshalb wird das eigene Portfolio oftmals nach Zeiträumen von 1-2 Jahren mit dem Marktdurchschnitt verglichen. Dieser Vergleich ist aber nicht aussagekräftig. Bei einer Underperformance führt dies nur dazu, dass getroffene Entscheidungen in Frage gestellt werden. Gerne wird auch daraufhin das Anlageverhalten geändert.

 

Wenn nun nach nochmals 1-2 Jahren wieder eine Underperformance festgestellt wird, dann wird häufig abermals die Strategie angepasst. Dies aber ist ein Teufelskreis und führt nur dazu, dass hohe Transaktionskosten verursacht werden. Diese wiederum kosten Performance. Ihr seht ja wohin dies führt.

 

Fazit:

Findet euer Anlagestil und bleibt euch treu. Auf kurzer Sicht, wird es immer mal wieder Perioden geben, in welchen man hinter dem Marktdurchschnitt liegt. Bleibt euch treu. Glaubt an euch. Es ist nahezu unmöglich immer über dem Durchschnitt zu liegen, deshalb sollte eine langfristige Marktdurchschnitts-Performance bereits als Erfolg gewertet werden.

 

"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen." - Immanuel Kant -

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Fokussierung. Stärke oder Schwäche?

In der letzten Woche las ich das Buch, Setze dir größere Ziele von Rainer Zitelmann. Hierzu muss ich sagen, dass es eines der besten Bücher war, die ich je las. Kurz und prägnant werden Erfolgsstory vieler bekannten Persönlichkeiten aufgezählt und Gemeinsamkeiten/Parallelen aufgezeigt.

 

In vierten Abschnitt greift Zitelmann den Begriff "Fokussierung" auf. Bisher sah ich meine extreme Fokussierung als meine Schwäche an. Sobald ich für irgendwas Feuer und Flamme bin, vergesse ich manchmal zu essen, zu trinken und nehme meine Umwelt nur noch bedingt wahr. Nachdem ich nun durch das Buch erfahren habe, dass etliche erfolgreiche Menschen auch eine solche ausgeprägte Fokussierung besitzen, nehme ich diese Eigenschaft an mir völlig anders wahr. Ich habe meinen Blickwinkel daraufhin geändert und zähle diese Eigenschaft an mir nun zu meinen Stärken. Oftmals hilft es seinen Blickwinkel zu ändern um neue Perspektiven zu erhalten.

 

 

Ich kann jedem das Buch Setze dir größere Ziele nur empfehlen. Ich werde mir auch weitere Bücher von Rainer Zitelmann zulegen, da ich seine Einstellungen und Werte mit meinen vereinbaren kann.


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Statussymbole und meine Zielperspektiven

Der eine oder andere liebt Statussymbole und erfreut sich über den Luxus denn er sich leisten kann. Ich verzichte größtenteils auf Statussymbole, aber nicht, weil ich diese nicht leiden kann. Bei Statussymbole steht mir der Nutzen im Mittelpunkt. Brauche ich ein großes Auto um meine Nachbarn zu übertreffen? Nein, deshalb reicht auch ein gebrauchter Kleinwagen, der meine Bedürfnisse von A nach B zu kommen befriedigt. Brauche ich mehr Wohnraum um meine Gästen zu beeindrucken? Nein, eine Wohnung die den Umständen entspricht, reicht aus. Alleine diese zwei Konsumausgaben sind für nahezu 80% der Ausgaben verantwortlich. Ich verzichte aber nicht gänzlich auf Statussymbole. Ich möchte niemanden imponieren, nur meine Bedürfnisse nach einem durchdachten und einfachen Leben, realisieren. Dazu gehören eben auch materielle Dinge und unter anderem auch Statussymbole. Statussymbole können unter gewissen Umständen auch als Investition verstanden werden. Beispielsweiße können Markenklamotten auf den Weg der Hierarchie nach oben förderlich sein. Klingt dumm, aber „Kleidung machen Leute“. Das Erscheinungsbild wirkt Wunder auf dem Weg nach oben. Für mich ich ist der Gedanke sich Statussymbole leisten zu können bereits völlig ausreichend. Zu wissen, dass man sich einen Mittelklassewagen leisten könnte, ist mir wichtiger, wie einen zu besitzen.

 

Ziele und Ergebnisse sind wichtig. Ohne Ziele würde es nicht klappen, aber der Weg bzw. der Prozess ein Depot/Geldvermögen zu verwalten und sich Gedanken auf volkswirtschaftlicher- sowie betriebswirtschaftlicher Sicht zu machen, ist meine Leidenschaft. Es macht mir Spaß Geld zu verwalten und es nach eigenem Ermessen anlegen zu können. So blöd es klingen mag, aber die BWL und die VWL gehören zu meinem Leben. Sich Gedenken über ökonomische Zusammenhänge zu machen und daraufhin eine Strategie zu entwerfen, das erfüllt mich mit Leben. Ob meine Strategie, die ich dabei verfolge mir zukünftig Recht geben wird, dass weiß ich nicht. Aber es geht mir schon lange nicht mehr nur um das Ziel/Ergebnis. Es geht mir um Selbstverwirklichung im Leben und diese finde ich darin mein „Vermögen“ nach besten Kenntnisstand und Gewissen zu verwalten. Trotzdem darf die Liebe, Freundschaftspflege, Familienbesuche, Reisen und ähnliches nicht vergessen werden. Der Mix aus all den Aktivitäten führt bei mir zu einem erfolgreichen und glücklichen Leben. Ich habe meine Berufung und Bestimmung gefunden.

 


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Philosophieren über den Automobilmarkt und Tesla

Ich möchte hier keine Analyse zu Tesla oder dem Automarkt erstellen. Lediglich etwas philosophieren und ein paar Gedanken umherwerfen.

 

VW, BMW, Daimler und etliche weitere Automobilhersteller werden an der Börse aktuell günstig bewertet. Tesla sticht da schon ein wenig heraus mit einer wirklich hohen Börsenbewertung. Dies ist aber nicht nur dem produzieren von Automobilen geschuldet. Tesla stellt sich deutlich breiter in der Produktpalette auf, wie die üblichen Automobilhersteller.

 

Ist Tesla nur ein Hype und ist der Wachstum nur der Vision hinter Elon Musk zu verdanken? Ich denke Tesla kann es schaffen sich zu etablieren und ein hervorragendes Unternehmen zu werden, genauso sehe ich aber auch den umgekehrten Fall. Wenn sich die etablierten Automobilhersteller nicht allzu dämlich anstellen, wird es Tesla in Zukunft schwer haben.

 

Noch schwimmt Tesla auf der Hype- und Visionswelle. Was aber passiert, wenn die anderen Automobilhersteller auch in großen Ausmaß auf die Elektroschiene aufspringen? Die etablierten Hersteller haben hier einige Vorteile, als da wären z.B. bestehende Verkaufswege, Werkstätte, Fabriken, jahrelange Erfahrungen in vielerlei Hinsichten, Gewinne und viele mehr. Etablierte Marken können sich „Kampfpreise“ erlauben, wo hingehend sich Tesla dies nur bedingt und auch nur kurzfristig erlauben könnte.

 

Tesla arbeitet kräftig daran, dass autonome Fahren einzuführen. Dies spricht eigentlich für Tesla, da das Unternehmen hier wirklich Pionierarbeitet leistet. Von einem anderen Blickwinkel betrachtet, bedeutet dies doch aber, dass es womöglich zukünftig weniger Autos geben wird. Klar ist für viele das Automobil ein Statussymbol, aber wozu kaufen, wenn auch teilen möglich ist. Das Fahrzeug, welches mich soeben auf die Arbeit gefahren hat, kann daraufhin meine ganze Familie und Freunde selbstständig zu Ihren Zielorten fahren. Zudem sprießen (siehe China) heute Automobilhersteller regelrecht aus dem Boden. Die natürliche Auslese wird hier noch einige Automobilhersteller stark aufstoßen lassen, aber so ist der Gang des Lebens. Das bedeutet auch, dass die Hersteller weniger Autos in der Gesamtsumme bauen werden.

 

Wer aber wird die natürliche Auslese gewinnen und wer wird verlieren? Dies ist schwer zu sagen. Ich glaube an den Effekt, dass etwas, was sich über sehr lange Zeit etabliert hat, auch weiterhin bestehen bleibt. Jedoch stellen sich viele etablierte Automobilkonzerne wirklich dämlich an, sodass hier der Effekt womöglich verwässert wird. Ich glaube an die Elektromobilität. Deshalb habe ich auch investiert. Aber nicht in Tesla, sondern bereits vor über einem Jahr in das Unternehmen BYD. Dies aus folgenden Gründen:

  • gute Bewertung
  • gute Aussichten
  • die Anzahl der Automobilbesitzer pro Kopf ist in China relativ gering
  • der Staat wird chinesische Unternehmen in China bevorzugen
  • das Unternehmen hat sich breit aufgestellt

Ich denke, dass in der Marktbewertung von Tesla wirklich enorm viel Zukunft steckt. Ob die heutige Bewertung fair ist, wird die Zukunft zeigen. Da ich viele Hindernisse auf dem Weg Teslas sehe, werde ich von einer Investition in naher Zukunft absehen. Es ist heute überhaupt nicht abzusehen, wie das autonome Fahren die Unternehmenslandschaft von Morgen verändern wird. Mittlerweile haben fast alle Automobilhersteller festgestellt, dass Elektromobilität sich durchsetzen wird. Jeder Hersteller wird nun versuchen auf der Welle mit zu schwimmen, um das Feld nicht freiwillig Tesla zu überlassen. Die Zukunft wird zeigen, welche Hersteller in der Lage sein werden, sich den Bedürfnissen der Menschen anzupassen. Unternehmen, welche neue Technologien zu nutzen wissen, werden hier einen Vorteil haben. Ferner glaube ich auch, dass zukünftig immer mehr branchenfremde Unternehmen in dem Automobilmarkt mitmischen werden.

 



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Überlegungen zum Markt

Die letzten Tage habe ich mir Gedanken zur Euphorie am Markt gemacht. Immer wenn ich über die letzten Krisen der letzten Jahrhunderte las, dachte ich mir „wie konnten die Menschen damals nur die Vorboten der Krise übersehen“. Heute sind abermals etliche Zeichen zu sehen und wieder strömen die Kleinanleger nach der jahrelangen Hausse in den Markt um etwas vom Kuchen abzubekommen. Die Geschichte wird sich wiederholen, da wir eindeutig nichts daraus gelernt haben. Damals führten die niedrigen Zinsen dazu, dass Kredite aufgenommen wurden, die dann nicht wieder zurückgezahlt werden konnten. Heute ist das Ausmaß weitaus größer. Wann es dazu kommt, weiß niemand. Deshalb bleibe ich meiner Linie treu und behalte meine Allokation bei.


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Die Kunst des Leerverkaufes - Welchen Mehrwert bringt mir das Wissen und wie kann ich es nutzen?

Seit längerer Zeit schaue ich auf die hohen Bewertungen am Markt und überlege mir, was im Falle eine Korrektur oder eines Crashs mit meinem Portfolio geschehen würde. Das Thema Leerverkaufen ist mir zwar bekannt und auch kenne ich die Praktiken, jedoch entschloss ich mich dazu das Buch "Die Kunst des Leerverkaufes" von Florian Homm zu lesen. Das Buch erklärt kurz, dafür aber ausreichend das Wissen über die Kunst des Leerverkaufes.

 

Was habe ich mitnehmen können? Im Großen und Ganzen eigentlich nichts, was ich nicht bereits schon wusste. Herr Homm sieht inverse ETFs als eine gute Möglichkeit um an fallenden Kursen partizipieren zu können. Reverse ETFs waren mir bereits bekannt und auch ich sehe das als die einzige Möglichkeit um an fallenden Kursen Gewinne zu erwirtschaften.

 

Man kauft einen inverse ETF und erwirtschaften bei einem Crash oder einer Korrektur gewinne. Dies hört sich vielleicht einfach an, aber der Eindruck trübt. Zum einen wegen der Pfadabhängigkeit (für mehr Informationen verweise ich gerne auf einen Beitrag von justetf.com - Short ETFs: Depotabsicherung?) und zum anderen stellt sich die Frage, ab wann man Short gehen sollte. Wenn ich jemals Short gehen würde, dann nur um mein Portfolio abzusichern (Hedge). Selbst wenn das eigene Depot in einer starken Korrektur nur um wenige Prozentpunkte abgesichert werden kann, so macht dies auf einem langen Zeithorizont einen immensen Unterschied.

 

Die Pfadabhängigkeit wird dann zum Problem, wenn man längerfristig Short geht. Ergo sollte ein Hedge nur kurzzeitig bis zu einem Jahr ausgeführt werden. In einer Hausse Short zu gehen, weil man den Verdacht hegt, dass der Markt überbewertet ist, ist aussichtslos. Hierzu fällt folgendes Zitat ein: "Die Märkte können länger irrational bleiben, als du solvent!" (John Maynard Keynes). Ergo sollte der Hedge dann ausgeführt werden, wenn der Markt bereits korrigiert. Nur wie lange korrigiert der Markt und ab wann kommen die selbstverstärkenden Kräfte hinzu? Damit sind z.B. hinterlegte Stopp-Loss-Order gemeint, welche in einer Korrektur ausgelöst werden und den Effekt weiter verstärken. Wenn man sich die Vergangenheit anschaut, korrigierten die Märkte oftmals ~50%. Wird dies auch zukünftig so sein? Das weiß niemand, aber die selbstverstärkende Kräfte werden eintreten und dann wird die Politik sich mit aller Gewalt dagegen stemmen, um das worst case zu verhindern. Womöglich wieder mit quantitative Lockerung (billigem Geld). Vermutlich geht dann alles wieder von vorne los, bis es wieder zu einer Übertreibung (Blasenbildung) kommen wird.

 

Aber wieso verhindert die Politik die Blasenbildungen nicht? Dies ist eigentlich relativ einfach zu beantworten. Ab wann ist eine Blase eine Blase? Keiner möchte die Wirtschaft durch Einschränkungen bremsen um als Spielverderber dazustehen. Beim Platzen einer Blase werden Steuergelder verpulvert um schlimmeres zu verhindern. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, bedarf es an einer kritischen Masse. Bis dahin wird sich dieser Kreislauf endlos wiederholen. Nun aber wieder zurück zum Thema Leerverkaufen. Werde ich nun bei Bedarf Short gehen oder nicht? Dies kann ich nach heutigem Stand der Dinge leider nicht beantworten. Abgeneigt bin ich nicht einen leverage (maximal 3fach gehebelt) inverse ETF kurzzeitig zu erwerben. Dadurch würde ich aber weniger Geld erwirtschaften, sondern lediglich den Weg nach unten wenige Prozentpunkte  abfangen wollen. Ich würde jedoch maximal nur fünf prozent meines Bestands in einen inverse ETF investieren. Ferner würde ich nur bei bereits eingetretenem Kurssturz, bei dem sich die selbstverstärkenden Kräfte in Gang gesetzt haben, Short gehen. Aussteigen würde ich dann bei ca. ~50% von den ATH der globalen Leitindizes. Aber wie bereits gesagt, weiß ich nicht, ob ich überhaupt bereit bin auf fallende Kurse zu setzen. Bei diesem Thema sollte sich jeder selbst die Frage nach der Ethik und der Moral stellen.

 

Wie bereits schon einmal erwähnt, bin ich kein Pessimist nur Realist. Ich versuche die Dinge objektiv und rational zu sehen. Ich werde nicht auf heile Welt machen, wenn die Zahlen eine andere Sprache sprechen. Meine Entscheidungen basieren auf Rationalität und nicht auf Dummheit vieler. Auch wenn ich hierzu oftmals von der Mehrheitsmeinung abweiche und nicht mit dem Mainstream mitschwimme. Ich bilde mir meine eigene Meinung, welche zumeist auf Zahlen beruht. Trotzdem bin ich nicht fehlerfrei und deshalb werde ich meine getroffenen Entscheidungen von Zeit zu Zeit reflektieren um besser zu werden.


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In heutigen Zeiten die Objektivität nicht aus den Augen verlieren - Aus der Vergangenheit lernen

Vor etwa zwei Jahren erfuhr ich durch einen Bekannten, wie das Anlageverhalten zur Millenniumblase war. Er sagte mir, dass selbst die Kellnerinnen in der Kneipe über Aktien redeten und dass eine gekaufte Aktie bereits nach wenigen Tagen manchmal im mittleren zweistelligen Bereich gestiegen war. Damals traf die Baisse die Anleger kalt und viele verloren ihr Geld. Doch was können wir aus der Vergangenheit lernen? Hierzu müssen wir uns nur den S&P500 Shiller KGV anschauen. Jedes Mal, wenn der S&P500 einen Schwellenwert überschritten hatte, kehrte sich das ganze um. Das ist bereits etliche Male geschehen und vermutlich wird es dieses Mal wieder geschehen. Andere Indizes haben bereits auch enorm hohe Bewertungen erreicht.

Quelle: multpl.com
Quelle: multpl.com

Auch wenn ich die Euphorie von damals nur aus Hörensagen kenne und die Stimmung wahrscheinlich noch euphorischer war wie heute, so ist doch auch jetzt eine solche Stimmung zu bemerken. Es werden immer mehr Depots eröffnet und die Wertpapierkredite sind auf schwindelerregende Höhen angestiegen. Ich bin Freund des Shiller KGVs und ich halte sehr viel davon, weshalb es mir doch etwas aufstößt, wenn ich die Marktbewertungen ansehe. Ich bin kein Crashphilosoph aber auch kein Schönredner. Ich versuche lediglich die Dinge objektiv zu betrachten. Beim Aktienkauf kann ich meine Augen nicht vor solchen Fakten verschließen und hoffen das eingehende Dividenden schon alles Regeln werden. Trotz allem glaube ich mit meiner Strategie gut aufgestellt zu sein. Was ich ändern möchte, ist die Intensivierung der Qualität mit der ich meine Unternehmen aussuche.

 

 

Ferner möchte ich nur für den Fall der Fälle vorbereitet sein und werde die Tage das Buch "Die Kunst des Leerverkaufes: Wie Sie Ihr Portfolio vor Verlust schützen u. bei fallenden Werten profitieren können. Die Pflichtlektüre zum Thema Leerverkauf für angehende u. professionelle Investoren" von Florian Homm et al. (2017) lesen. Dies heißt aber nicht, dass ich Leerverkäufer werden möchte. Ich möchte dies lediglich verstehen und nur für den äußersten Fall einen Plan B in der Hinterhand haben. Ich lege mir gerne Realoptionen zu Recht, sodass ich jederzeit auf Alternativen zurückgreifen kann. Ich bin solchen Themen offen gegenüber, da ich nicht nur ausschließlich auf Dividenden fixiert bin.




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Geldschöpfung, Wachstum, Spekulation von Prof. Dr. Mathias Binswanger

Gerade eben bin ich auf ein Video gestoßen, welches ich bereits vor schon vor längerer Zeit angesehen habe. Es handelt sich um eine Vorlesung des Prof. Dr. Mathias Binswanger. Hier wird die Geldschöpfung ausführlich erklärt. Leider ist es etwas lange, jedoch ist es wirklich empfehlenswert. Wer Zeit und Lust hat, kann sich dies gerne anschauen.



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Mehrwert durch Regelwerk - Was bringt mir ein Regelwerk?

Als ich mit dem Anlegen Begann, las ich etliche Bücher über die Börse um mein Wissen in diesem Bereich auszubauen bzw. meine Wissenslücke zu schließen. Schnell merkte ich worauf es ankommt und das das schnelle Geld nicht im Investieren zu finden ist. Spekulanten haben zwar die Chance auf hohe Renditen, diese gehen aber immer mit einem mehr an Risiko einher. Daher entschloss ich mich dazu den Buy and Hold Anlegern anzuschließen.

 

Obwohl ich eigentlich nur kaufen und halten wollte, erwischte ich mich immer öfter beim regen Handeln. Ich kaufte und verkaufte häufiger als es mir lieb war. Mein angesammeltes Wissen und die Logik hinter meiner Strategie wurden durch meine kurzfristigen Gedanken zum irrationalen Handeln verleitet. 

 

Infolgedessen führte ich ein Regelwerk ein. Hier sollte all mein Wissen und alle gesammelten Informationen gebündelt sowie mit meiner Strategie "Buy and Hold" vereint werden. Klar kann es vorkommen, dass das Regelwerk aufgrund neuer Gegebenheiten angepasst werden muss, jedoch ist das Handeln deutlich rationaler und tatsächlich begründet.

 

Durch mein Regelwerk ist es mir gelungen, das Kaufen und Verkaufen auf einen Mindestmaß zu reduzieren (s. Abb.) und meine Entscheidungen qualitativ zu verbessern. Nur weil ein Unternehmen im Wert gefallen ist, bedeutet es noch lange nicht, dass man seine Strategie über den Haufen schmeißt sollte. Ein Regelwerk, an welches man sich hält, verhindert irrational verhalten.

In meinem Regelwerk vermerkte ich, dass ich nur einmal im Monat bei Bedarf handeln möchte. Dadurch stellte sich der Nebeneffekt ein, dass ich deutlich ausgeglichener bin. Dies resultiert daraus, dass ich nicht ständig auf der Suche nach dem besten Kaufkurs bin. Ich muss nicht mehr ständig auf Finanzseiten surfen und Kurse beobachten. Hierfür habe nun einen Tag im Monat. Mein Leben ist nun deutlich entspannter und ich kann mich mehr meinen Hobbys widmen. Ich kann jedem nur empfehlen sich über seine Strategie, seine Ziele und die Gegebenheiten wie Beispielsweiße die Sparquote etc. Gedanken zu machen und in ein Regelwerk einfließen zu lassen.


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Neuer Aufbau der Seite

Wie Ihr bereits schwer erkennen könnt, habe ich den Aufbau der Seite geändert. Da ich ein großer Freund des einfachen und verständlichen bin, habe ich die Seite so überschaubar und einfach wie nötig aufgebaut. Ich hoffe das neue Layout gefällt euch.


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Ich bin nicht Warren Buffett

Als ich mit dem investieren begann, suchte ich nach langfristigen Erfahrungen. Ich musste das Rad ja nicht neu erfinden. Was sich langfristig bewährt, wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit (meiner Meinung nach) auch weiterhin bewähren. Warren Buffett agiert seit über 50 Jahren erfolgreich an der Börse. Dies waren genau die Erfahrungen die ich suchte.

 

Also las ich die Biographie Warren Buffetts. Ich merkte schnell, dass dies genau das war, dass ich suchte. Warren Buffetts Devise lautete Konzentration statt Diversifikation. Er investierte gezielt in Unternehmen, sodass ein großer Anteil seines Portfolios auf ein Unternehmen entfiel. Dies versuchte ich auch. Hierzu las ich sämtliche Informationen über alle Unternehmen, die zu dem Zeitpunkt irgendwie in die Schublade „unterbewertet“ einzustufen waren. Ich versuchte irgendetwas zu finden, dass der Markt noch nicht eingepreist hatte. Am Schluss hatte ich ein Portfolio in dem das größte Unternehmen 30% des Depots ausmachte. Wenn sich der Kurs des Unternehmens bewegte, schwankte das Depot dementsprechend mit. Ein einzelner Wert mit über 30% Anteil ist somit maßgebend für die Entwicklung des Depots verantwortlich.

 

Sollte der Kurs über einen längeren Zeitraum fallen, so ist man ständig auf der Suche nach Informationen, die dies begründen. Immer wieder stellt man seine Kaufgründe in Frage. An ruhige Nächte ist nicht zu denken. Fragen wie „habe ich etwas übersehen“ oder „habe ich mich ausreichend über das Unternehmen informiert“ gehen einen durch den Kopf. Auch wenn die Kaufentscheidung absolut rational begründet ist, kann der Markt auch über lange Zeit irrational handeln.

 

„Der Markt kann länger irrational bleiben als man selbst solvent.“ - John Maynard Keynes -

 

Deshalb entschied ich mich gegen Konzentration und für Diversifikation. Denn ich bin nicht Warren Buffett.

 

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Wie lange werde ich meine Strategie von einer 20%igen Goldquote verfolgen?

Wie bereits schon mehrfach erwähnt, ich möchte keine endlosen Berichte schreiben, lediglich meine Gedanken kurz zu Wort bringen.

 

Zunächst einmal sollte man sich die Leitzinsen seit 2000 anschauen. Diese wurden damals in den Industrieländern weltweit gesenkt. Damals war der Leitzins der USA bei 1 % und es kam zu einem großen Aufschrei.

Quelle: Finanzen.net
Quelle: Finanzen.net

Die Leitzinsen wurden immer weiter gesenkt um die Wirtschaft anzukurbeln. Die geringen Zinsen begünstigten Fehlallokation des Geldes. Es wurden viele Investitionen getätigt wurden, welche nur gering rentabel waren. Diese Fehlallokationen wären bei höheren Leitzinsen vermutlich nie eingetreten. Die geringen Leitzinsen ermöglichten den Unternehmen gute Auftragslagen, woraufhin die Aktienkurse auf unerreichte höhen kletterten. 

Quelle: justetf.com
Quelle: justetf.com

Als die Leitzinsen 2004 wieder anstiegen und die Kredite verlängert werden mussten, stiegen auch die Zinszahlungen zu den Investitionen teilweiße um mehrere hundert Prozent. Auch Variable Zinsen auf Kredite stiegen plötzlich rasant an. 2008 kam es zur Finanzkrise und das entweichen der Fehlallokationen (Blase). Hypothekenkredite konnte nicht mehr bedient werden und die verbrieften Papiere verloren massiv an Wert.

 

Nun etliche Jahre später sind die Leitzinsen der Industriestaaten abermals auf Rekordtief. Was damals nach der Anhebung der Leitzinsen passiert ist, wissen wir nun bereits. Wieso sollte es diesmal anders sein? Leider liegt es in der Natur des Menschen nur sehr langsam aus Fehlern zu lernen. Ich denke, dass wir aus der letzten Finanzkrise nur wenig gelernt haben.

 

Laut dem Maastricht Vertrag liegt die Schuldenobergrenze bei max. 60% des BIP´s. Im Zuge der aktuellen Leitzinsen von 0% können sich die Staaten entschulden. Begünstigt wird dies durch das Aufkaufen der Europäischen Staatanleihen der EZB. Die Leitzinsen zu senken um das Entschulden der Staaten zu unterstützen ist normalerweise nicht Ziel der europäischen Zentralbank. Die EZB hat das vorrangige Ziel die Preisstabilität zu gewährleisten. Sollte die Inflation anziehen, muss die EZB die Leitzinsen anheben.

 

Angenommen durch die günstigen Rahmenbedingungen, könnten sich die Staaten entschulden und tatsächlich die Obergrenze von 60% im Laufe der nächsten Jahre erreichen.

Spätestens dann muss der Leitzins wieder angehoben werden. Hierbei werden alle Fehlallokationen ans Licht kommen. Ein Blick auf die Leitzinsentwicklung lässt vermuten, dass wir uns heute in etwa da befinden, wo wir 2003 standen. Folgend die Goldpreisentwicklung in Dollar.

Quelle: Finanzen.net
Quelle: Finanzen.net

Trotzdem denke ich, dass die Anlageklasse Aktien auch zukünftig alle anderen Anlageklassen langfristig outperformen wird. Nach dem Crash ist vor dem Crash. Ich denke das eine 20%ige Goldquote und ein jährliches Rebalancing in der nächsten Dekade zu einer höheren Rendite bei geringeren Volatilität führen wird. Auch wenn meine Allokation den Markt in den nächsten Jahren nicht schlagen wird, werde ich weiterhin meiner Strategie treu bleiben. Ich gehe nicht davon aus, das die Welt untergeht. Ich sehe das ganze vielmehr als ein langfristigen Zyklus.

 

Anmerkung: Sollten die Staatschulden nicht reduziert werden können, wird Gold auch profitieren.

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Meine Grundhaltung  (ein kurzer Einblick)

Ich bin und bleibe Optimist. Ich gehe immer davon aus, dass schon alles irgendwie gut werden wird. Auch wenn meine Goldquote von 20% einen anderen Eindruck hinterlässt. Gold besitze ich nicht, weil ich ein Untergangsprophet bin. Sondern aus Gründen der Diversifikation. Da ich fast nahezu in Aktien investiert bin, möchte ich mein Vermögen durch eine andere Assetklasse absichern. Da alle anderen Assets nicht meinen Wünschen entsprechen, bleibt nur das investieren in Gold. Durch Gold erhoffe ich mir in erster Linie etwas Ruhe in meinem Portfolio.

 

Mir ist es egal, ob ein Trump an der Macht ist oder Europa zerbricht. Letztendlich ist für mich die Erkenntnis, dass die Börsen auf lange Sicht schon immer Richtung Norden stiegen, voll und ganz ausreichend. Es wird sich immer ein Grund finden lassen, warum man nicht in Aktien investieren sollte. Crashs kommen und gehen. Nach dem Crash ist vor dem Crash. Mir geht es auch absolut nicht darum einen Crash vorauszusehen und daraus Profit zu schlagen. Wichtig ist doch nur, dass investiert wird. Wer nicht investiert, kann zwar nichts verlieren, aber auch nicht zu Reichtum gelangen.

 

Das ganze Rauschen von Informationen, blende ich soweit mir das möglich ist, aus. Ich muss, will und kann auch nicht alle Informationen aufnehmen und verarbeiten. Vermutlich wird man nahezu zu jeder Aktie News finden, die für einen Kauf sprechen und welche die davon abraten. All die Informationen führen nur dazu, dass die eigenen Investitionen in Frage gestellt werden. Dies kann zu schlaflosen Nächten führen, in denen grübelnd über einen Verkauf nachgedacht wird. Diese Reizüberflutung und das ständige in Frage stellen, können auf Dauer nicht gesund sein.

 

Pessimisten, welche gebetsmühlenartig vom Weltuntergang predigen, werden niemals im Leben glücklich. Selbst wenn die Welt untergehen sollte und der Pessimist stolz verkünden kann, dass er Recht hatte, wird er in seinem Leben niemals glücklich gewesen sein. Wohingegen der Optimist auf ein glückliches und zufriedenes Leben zurück blicken kann.

 

Die Welt braucht Optimisten. Menschen, die in anderen Menschen das Gute sehen. Optimisten verkörpern Freude und Glück, dies macht die Welt besser und lebenswerter. Ich bin der Meinung, dass Optimisten auf ein erfolgreicheres und erfüllteres Leben zurückschauen werden.

 

Ich könnte wahrscheinlich ein ganzes Buch über meine Grundhaltung, meine Werte und meiner Ideologie schreiben, aber ich denke die Kurzfassung reicht aus, um sich ein Bild von mir machen zu können :)


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Warum ich Staatsanleihen der russischen Föderation kaufe

Obwohl Ratingagenturen den Ausblick Russlands schlecht bewerten und dem Land eine schlechte Bonität zusprechen, kaufe ich trotzdem russische Staatsanleihen. Gleich vorweg, ich halte absolut nichts von Ratingagenturen. Diese haben in der Vergangenheit oftmals bewiesen, dass sie nicht Objektiv bewerten. Immer wieder wurden die Ratings durch Interessen geleitet. Aber wieso kaufe ich russische Anleihen?

 

Hier gibt es gleich mehrere Gründe:

  • Die Staatsverschuldung: Die Staatsverschuldung Russlands ist viel geringer, wie der der westlichen Länder. Deshalb stufe ich die Ausfallwahrscheinlichkeit gering ein.
  • Zuverlässigkeit Russlands: Russland ist und war schon immer ein zuverlässiger Handelspartner. Trotz Sanktionen und schlechtem Image, zweifelt die Mehrheit der Deutschen nicht daran,  dass das Land seine Verpflichtungen als Energielieferant erfüllen wird.
  • Der Staatsbankrott: Am 17. August 1998 rief Russland den Staatsbankrott aus. Die Rückzahlung von Auslandskrediten wurde für 90 Tage ausgesetzt. Dies war für die Russen eine nationale Katastrophe, aus der Sie lernten. Heute steht Russland mit seinen hohen Devisenreserven deutlich besser da. Damals sorgte der Verfall des Ölpreises dafür, dass der Rubel an Wert verlor. Dies wiederholte sich die letzten Jahre abermals. Es wurde aber vergessen, dass Russland seine Wirtschaft diversifiziert hat. Die Abhängigkeit von Öl ist zwar noch da, aber nicht mehr in dem Ausmaß von damals. 1998 kam es zu einem Staatsbankrott in Form von einem Liquiditätsengpass. Sollte sich ein Engpass in der Liquidität wiederholen, könnte ich damit leben. Ein Zahlungsausfall und ein darauf folgender Schuldenschnitt erachte ich als sehr unwahrscheinlich.
  • Die Bodenschätze: Russland hat vor allem in den unendlichen Weiten Sibiriens wertvolle Bodenschätze wie Erdöl, Nickel, Zinn, Kohle, Eisen, Bauxit und Kupfer. Die Fähigkeiten, Kompetenzen und die Technik, diese Rohstoffe zu fördern hat Russland.
  • Die Politik: Politische Börsen haben kurze Beine. Für mich stellt Russland keine Bedrohung dar. Hier werden mir viele wiedersprechen, aber ich habe hier eine andere Meinung.
  • Börsenweisheit: Keine Währung dauert ewig, selbst das beste Geld wird schäbig; der Rubel nur ist auserkoren, schäbig ist er schon geboren. Zitat: André Kostolany

Der Haken:  Wechselkursrisiken, aber...

  • beim Kauf empfand ich den Wechselkurs als Attraktiv und sehe weiteres Aufstiegspotenzial
  • beim Kauf war der Anleihenkurs 93,37% und der Rubelkurs 64,38 Rubel. Sollte sich der Kurs nicht verändern, beträgt die Rendite bei einer Haltedauer bis zum Laufzeitende (2028) 8,2%.
  • verändert sich der Wechselkurs ungünstig, habe ich bei einem Kupon von 7,05% noch etwas Spielraum bis meine Rendite negativ ausfällt.
  • ich sehe eine positive Zukunft für Russland und deshalb auch einen stabilen oder steigenden Rubel.

Wer immer, wie der Durchschnitt investiert, erhält auch nur eine durchschnittliche Rendite.

 

Aus allen hier aufgeführten Gründen, bin ich zuversichtlich die richtige Entscheidung bezüglich der Investition getroffen zu haben. Sollte ich daneben liegen, wäre der Schaden durch einen Vermögensanteil von 4,5% zu verkraften.

 

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Cash ist King. Nicht für mich!

Wieso ich nichts von einer Cashquote halte? Da ich 20% meines Vermögens in Gold investiere, fühle ich mich für nahezu alle Untergangszenarien gewappnet. Ob Bankenrun, Hyperinflation, Zusammenbruch der Europäischen Union, wachsender Protektionismus oder eine Währungsunion, ich fühle mich abgesichert. Peter Lynch sagte einst „Niemand kann die Zinsen, die künftige Entwicklung der Wirtschaft oder die Börsen voraussagen. Verwirf all diese Voraussagen und konzentriere dich darauf, was jetzt gerade mit den Firmen geschieht, in denen dein Geld steckt“. Obwohl eigentlich alle Zeichen auf eine Übertreibung am Markt hindeuten, halte ich einfach an meine Strategie fest. Meine Strategie ist einfach eine Allokation, die ich für erfolgsversprechend halte. Dies erspart mir viele schlaflose Nächte, in denen ich grübelnd im Bett liege und überlege wie ich mein Geld investieren möchte. Außerdem verliert Cash durch die Inflation an Kaufkraft und wirft auch keine Erträge ab. Gold hingegen wirft zwar keine Erträge ab, ist aber über lange Zeiträume inflationsbeständig und kann somit zur Diversifikation beitragen. Deshalb sage ich, Gold ist King.

 

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Ab welchem Betrag lohnt sich der Kauf von Aktien?

Oftmals höre ich von Bekannten, dass das Kaufen von Aktien bei Ihrem zur Verfügung stehenden Kapital nicht ausreichend sei. Für Personen, die geringe Beträgen an der Börse anlegen wollen, sind zunächst einmal Onlinebroker zu empfehlen. Hier sind die Kosten relativ überschaubar. In der heutigen Zeit, die von enormer Preistransparenz geprägt ist, sind die Preise der Online-Broker nahezu identisch. Man wird vermutlich beim Onlinebroker XY ein Angebot finden, dass der AB Bank überlegen ist, jedoch wird dieses Angebot zumeist zeitlich limitiert sein. Oftmals fallen bei Online-Broker noch nicht Mals Depotführungsgebühren an. Deshalb sehe ich das Kostensenkungspotenzial beim Brokervergleich als sehr gering an (ausgenommen sind hier Trader die oftmals Kaufen und Verkaufen). 

 

Zunächst einmal sollten wir wissen, welche Transaktionskosten beim Kauf von Aktien auftreten können. Hier gibt es die Grundgebühr mit einem prozentualen Zuschlag von x Prozent des Orderwerts und die Mindestgebühr von aktuell x Euro. Dies ist vermutlich der Punkt, an dem viele potenzielle Anleger das Börsenparkett wieder verlassen, da die Kostenstrukturen der Broker für Kleinanleger zumeist im Verhältnis zum investierbaren Kapital unverhältnismäßig erscheint. Dies kann ich auch nicht verneinen, aber für ein Buy and Hold Anleger genügen auch "kleinere" Beträge. Dies möchte ich im folgenden Beispiel erklären. 

 

Die Kosten habe ich von einem mir beliebigen Broker entnommen. Das Kapital (Kaufbetrag) stellt den zur Verfügung stehenden investierbaren Wert dar, mit welchem man eine Order aufgeben möchte. Daneben ist die Pauschale, die immer anfällt, egal mit welchem Betrag man handelt. Die Provision richtet sich an das Kapital. Ein kleiner Kaufbetrag bedeutet geringe Provisionskosten. Ein großer Betrag führt zu hohen Provisionskosten. Die gesamten Transaktionskosten sind nun immer 9,95€, solange die Provisionskosten zusammen mit der Pauschale diesen Betrag nicht überschreiten. Wird der Wert überschritten, so ist die Pauschale mit der Provision zu addieren. In meinem Beispiel wird der Wert von 9,95€ bei dem Kaufbetrag von 2.100 €überschritten. Die rechte Spalte setzt die Transaktionskosten zum Kapital ins Verhältnis. Bei einer Investitionssumme von 100€ sind die Transaktionskosten 7,85%. Bis zu einer Investitionssumme von 800€ sinkt die Veränderungsrate rasant ab. Ab einem Kapital von 800€ und aufwärts sinkt die Veränderungsrate nur noch geringfügig. Deshalb ist es empfehlenswert mindestens 800€ pro Order zu investieren.

 

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Wieso Gold?

Wieso Gold?

und dann auch noch 20% des Depots? Hierzu muss ich ein wenig ausholen. Langfristig gesehen, war der Aktienmarkt die Anlageklasse mit den höchsten Renditen, trotz allen Krisen und Kriegen. Unser kapitalistisches und auf Zinseszins aufbauendes System ist darauf ausgelegt immer weiter zu wachsen. Auch wenn die Vergangenheit kein zuverlässiger Indikator für die Zukunft ist, kann ich mir eine Welt ohne Unternehmen nicht vorstellen. Deshalb setze ich ganz stark auf die Anlageklasse Aktien. Da Aktien stark schwanken und bei einer Krise gerne auch mal 50% nach unten gehen, habe ich mich entschieden eine weitere Anlageklasse mit ins Boot zu holen. Diese Anlageklasse sollte sich am besten in Krisenzeiten gegenläufig verhalten, aber trotzdem langfristig im Wert steigen. Hierzu kamen folgende Anlagen in Betracht:

 

  1. Rohstoffe
  2. Immobilien
  3. Unternehmensanleihen
  4. Staatsanleihen
  5. Gold

 

1. Rohstoffe (außer Gold):

Da ich das handeln mit Rohstoffe nicht vollends verstehe, halte ich die Finger davon. Eine der Regeln die ich befolge: Niemals in etwas zu investieren, wovon ich nichts verstehe. Außerdem korreliert der Rohstoffmarkt in Krisenzeiten stark mit dem Aktienmarkt. Die Industrie braucht keine Rohstoffe, wenn die Nachfrage nach Produkten wegbricht. Dies würde zu fallenden Preise der Rohstoffe führen. Deshalb sind Rohstoffe nicht die Lösung zu meiner Suche.

 

2. Immobilien:

Hier würden nur ein ETF auf REITs in Frage kommen, jedoch ist mir die Korrelation zwischen dieser Anlageklasse und Aktien im Krisenzeiten zu hoch. REITs, sind nichts anderes wie Unternehmen, die mit Immobilien ihre Brötchen verdienen. Bei einer Krise sinkt die Nachfrage nach Immobilen, was an Börse zu Kursstürzen führen wird. Deshalb kommen REIT ETFs auch nicht in Frage. Wie gesagt, ich bin ja auf der Suche nach einem Asset mit wenig Korrelation in Krisenzeiten.

 

3. Unternehmensanleihen:

Unternehmensanleihen scheiden aus, da diese Anlageklasse in Krisenzeiten stark mit dem Aktienmarkt korreliert. Unternehmensanleihen sind von Firmen herausgegeben festverzinsliche Schuldverschreibungen. Bei einer Krise kommen Unternehmen in unruhige Gewässer, woraufhin die Gefahr eines Ausfalls dieser Papiere signifikant zunimmt.

 

4. Staatsanleihen:

Anleihen aus Industriestaaten mit höchster Bonität, erfüllen die Anforderung der geringen Korrelation. Jedoch bin ich der Meinung, dass die historisch begründete geringe Korrelation zwischen Staatsanleihen (höchster Bonität) und Aktien in Krisenzeiten vor einem Wendepunkt stehen.

 

Gerne wird davon gesprochen, dass Staatsanleihen von Industriestaaten höchster Bonität absolut „sicher“ sind. Ich habe hier eine andere Meinung. Dazu aber folgendes:

 

Die Staatsschuldenquote:

Der Vertrag von Maastricht ist ein europäischer Stabilitätspakt. Hier gibt es zwei wichtige Regelungen.

 

  1. Gesamt­verschuldung maximal 60% des Brutto­inlandsprodukts
  2. Neuverschuldung maximal 3% des BIP

 

 

Entweder kann nun Zähler gesenkt oder der Nenner gesteigert werden, um die Kriterien zu erfüllen.

 

Die Politik und die europäische Zentralbank:

Die Politik ist zuständig um Reformen auf den Weg zu bringen, um die Kriterien des Maastrichter Vertrags zu erfüllen. Die jüngere Vergangenheit hat wieder Mals bewiesen, dass die Politik nicht in der Lage ist, Reformen auf den Weg zu bringen. Ausgelöst von der letzten Finanzkrise hat die europäische Zentralbank (unabhängig, eigenständig) den Leitzins auf 0% gesenkt um das vorgegebene Inflationsziel (Realwirtschaft) von nahe, aber unter 2% zu erreichen. Dies kam der Politik zugute, woraufhin sich die Staaten günstig Refinanzieren konnten. Statt Schulden abzubauen, wurden weitere Schulden teilweise zu einem negativen Zins aufgenommen um bestehende Altschulden zu bedienen. Dies hat bei der europäischen Wirtschaftslokomotive Nr. 1 Deutschland zu einer Stagnation der Schulden geführt, nicht aber zur erwähnenswerten Reduzierung der Schuldenquote. Viel schlimmer ist das Bild in den anderen europäischen Ländern. Wenn Deutschland in Zeiten von Rekordleistungsüberschüssen es nicht schafft die Staatsschuldenquote zu senken, wie dann die anderen Mitgliedstaaten? Das System des Zinseszins und der immer weiter zunehmenden Schuldenquoten, wird irgendwann unweigerlich im Chaos und Enteignung des Steuerzahlers münden müssen.

 

Folgen des geringen Marktzinses:

Die gewünschte Inflation in der Realwirtschaft blieb aus, aber die Inflation bei Finanzwerten läuft auf Hochtouren. Anbei das Bild das Kurs-Gewinn Verhältnis des S&P500.

 

 

Deutlich zu sehen ist, dass wir uns historischen Höchstständen nähern. Zahlreiche weitere Indikatoren deuten auf einen Crash (zumindest Korrektur) hin. Man muss aber auch beachten, dass in der Geschichte noch niemals die Leitzinsen weltweit so gering waren wie heute. Investments, mit einem ausgewogenen Risiko-Renditen-Verhältnis, waren noch nie so schwer zu finden wie heute. Die Erkenntnis, dass eine Überbewertung schon immer in einer Korrektur endete, ist uns allen klar. Den Zeitpunkt einer Korrektur vorherzusagen ist unmöglich. Tendenzen, dass wir uns in einer Überbewertung befinden, sind überall zu erkennen.

 

Finanzkrise / Bankenkrise:

In der Finanzkrise von 2009 wankten die Banken, da diese sich mit Subprime Kredite verspekuliert hatten und die Steuerzahler einspringen mussten, um diese zu stützen (Kurzfassung).

 

- Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren.

 

Da Banken oftmals nach diesem Prinzip handeln und sich der Tatsache „to big to fail“ bewusst sind, wird sich an diesen Umstand auch zukünftig nichts ändern. Bereits kurz nach der Bankenkrise, kauften die Banken im Zuge der geringen Zinsen, Hochzinsanleihen des griechischen Staats.

 

Banken verschuldeten sich zu 1% und legen dieses Geld in Staatsanleihen des griechischen Staats zu 5% an. Die Differenz, also der Zinsgewinn, wurde abermals privatisiert. Dies klappt solange, wie der Anleiheemittent (Griechische Staat) nicht in Zahlungsschwierigkeiten gerät. Den Ausgang dieser Geschichte ist uns allen bekannt. Hier die Kurzfassung: Um die Banken vor enormen Abschreibungen zu schützen, wurde der Rettungsschirm (Steuergelder) gegründet. Das Geld wurde Griechenland gutgeschrieben und der Staat hat es seinen Gläubigern (Banken und weitere Gläubiger) ausgezahlt. Abermals wurden unsere Banken gerettet und der Steuerzahler musste die Zeche zahlen. Der Steuerzahler wird auch zukünftig für solche Eskapaden aufkommen müssen.

 

Schuldenquoten, Bonitäten und Refinanzierung:

Vor allem irritiert mich, dass Länder mit den höchsten Staatsschuldenquoten, oftmals die Länder sind, die die höchste Bonität genießen dürfen. Dies ermöglicht diesen Ländern sich zu einem geringen Zinssatz zu refinanzieren. Trotz diesen Bedingungen steigen die Schuldenquoten immer weiter an. Bereits heute lässt sich absehen, dass die Quoten nur noch über finanzielle Repression (Enteignung) abbaubar sind. Wenn die Bonität dieser Länder sinken sollte, würde das die Schuldenquote rasant ansteigen lassen und dies würde vermutlich zu einer Vertrauenskrise führen. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass die Bonitäten zukünftig gravierend gesenkt werden, trotz enormen Schulden.

 

Wie schätze ich das Risiko ein?

Bis es zu Zahlungsausfällen von Staatsanleiheemittenten höchster Bonität kommt, können noch Jahrzehnte vergehen. Eher sehe ich eine Enteignung der Bevölkerung. Im schlimmsten Fall endet das alles in einer Währungsreform. Am Schluss bleibt mir lediglich die Erkenntnis, dass Unternehmen Krisen und Kriege überlebten und immer wieder neue Höhen erreichten. Staatsanleihen hingegen hielten den Währungsreformen nicht stand und wurden im Wert abgewertet. Deshalb kaufe ich nur Staatsanleihen, von Staaten, die ich (subjektiv) für „sicher“ halte.

 

Krisenszenario:

Bei einer Krise werden die Kurse weiter steigen, da die Annahme von einer sicheren Anlageklasse auch weiterhin besteht. Die Korrelation zwischen dem Aktienmarkt und den Staatsanleihenkursen sollte in der Krise negativ werden. Oh hoppla, ist das nicht genau das was ich gesucht habe? Ich sage nein. Aktienkurse und Anleihenkurse haben nun eine negative Korrelation, aber die tatsächliche Rendite der Staatsanleihen sind in heutiger Zeit negativ. Ein Beispiel: Man gibt dem Staat 100€ und erhält nach Ablauf der der Zeit nur 99€ zurück. Dies ist in Zeiten der Niedrigzinspolitik realität. Somit ist die Rendite beider Anlageklassen negativ --> da ist sie wieder die positive Korrelation. An einen weiteren Anstieg der Anleihenkurse und somit eine steigende negative Renditen, halte ich für unrealitisch. Das ganze geht bis zu einem bestimmten Grad, aber irgendwann wird die Grenze des Geld verschenkens überschritten sein. Keiner will 100€ anlegen und am Ende 50€ zurück erhalten.

 

Fazit Staatsanleihen:

Staatsanleihen fallen somit aus meiner Suche nach einer Anlageklasse mit geringer Korrelation zum Aktienmarkt heraus. Staatsanleihen sehe ich eher als kleine Beimischung in meinem Portfolio.

 

5. Gold

Gold zählt zu den ersten Metallen, die von Menschen verarbeitet wurden. Bereits seit über 6.000 Jahren hat Gold einen Gegenwert für die Menschheit. Gold galt Jahrtausende als Zahlungsmittel und behielt über die ganze Zeit nahezu immer seinen inneren Wert. Ich bin der Meinung, dass wenn etwas solange funktioniert hat, auch zukünftig funktionieren wird. In Krisenzeiten verhielt sich Gold nahezu immer gegenläufig zum Aktienmarkt. Trotz der negativen Korrelation in Krisenzeiten, ist der Wert der Anlageklasse kontinuierlich gestiegen. Bei Währungsreformen war Gold auch immer die bessere Wahl. Gold erfüllt somit alle meine Anforderungen.

 

Historische Korrelation Gold und Aktienmarkt in Krisensituationen: Negativ

 

Zwei Szenarien sind zukünftig möglich:

  1. Wenn die Realwirtschaft aufgrund der Geldschwemme (Zentralbanken) anzieht, kommt die Inflation zurück. Gold behielt schon immer sein Wert und trotze der Inflation. --> Gold profitiert
  2. Wenn die Realwirtschaft aufgrund der Geldschwemme (Zentralbanken) nicht anzieht, kommt die Deflation. Dann müssen die Zentralbanken intervenieren und noch mehr Geld in den Markt pumpen. Sollte das Geld nicht in der Realwirtschaft landen, dann wird es an Finanzmärkten investiert. Dies wird zu unvorstellbaren Blasen führen, welche irgendwann platzen werden. --> Gold profitiert

Deshalb sehe ich eine positive Zukunft für Gold und investiere in diese Anlageklasse. Meine Goldquote setze ich bei 20% an. Sollte es im Verlauf der Zeit zu einer Verschiebung der Quote kommen, werde ich ein Rebalancing meines Depots vornehmen.

 

Hier nochmals kurzgefasst meine Gründe für Gold:

  • Geringe Korrelation zum Aktienmarkt in Krisenzeiten und langfristig steigend im Wert
  • Gold hat bereits seit über 6.000 Jahren einen Gegenwert für die Menschheit. Warum nicht nochmal 6.000 Jahre?
  • Ich habe keinen anderen erwähnenswerten Sachvermögen.
  • Absicherung im Falle einer Währungsreform
  • Egal ob Inflation oder Deflation, ich sehe die Goldentwicklung positiv
  • Absicherung, falls die Pessimisten am Ende Recht behalten

Anmerkung:

Trotz allem, bin und bleibe ich Optimist. Ich sehe mich nicht im Lager der Untergangspropheten. Mein Entschluss, in Gold zu investieren, ist eine für mich aus fundamentaler und rationaler Sicht begründete Entscheidung.

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Finanzielle Freiheit

Mein erster Post und dann gleich die "Anleitung" zur finanziellen Freiheit :)

 

Ich möchte euch meine Anleitung zur finanziellen Freiheit, die ich eigentlich für meine Freundin geschrieben habe, vorstellen.

 

Zuerst einmal möchte ich kurz meine Definition von finanzieller Freiheit erklären.

 

Finanzielle Freiheit bedeutet für mich, so viel Geld monatlich zu erhalten, wie ich in normalen Maße monatlich ausgebe, ohne körperliche Arbeit zu leisten. Eine absolute Selbstverwirklichung ist nur dann möglich. (dies ist meine Definition von finanzieller Freiheit). Die Anleitung beginnt mit dem berüchtigten Hamsterrad. Das Hamsterrad repräsentiert den arbeitenden Menschen, welcher zunächst einmal arbeiten muss, um sich etwas zu leisten. Ohne Arbeit kein Konsum.

 

Einnahmen abzüglich den Ausgaben stellen den Cashflow dar. 2.000€ Verdienst abzüglich den Ausgaben von 1.900€ entsprechen 100€ (positiven) Cashflow. Im Normalfall, steht ab und an eine Gehaltserhöhung an und der Weg zu mehr Konsum ist frei. Da liegt meiner Meinung nach der Fehler. Mehr Gehalt führt beim Otto Normalverbrauch nahezu fast immer zu mehr Konsum. Am Monatsende blickt man verwundert in die Geldbörse und stellt fest, dass das Geld abermals leer ist. Sobald man sich in diesen Szenario wiederfindet, ist man in dem Hamsterrad gefangen. Mehr Gehalt = Mehr Konsum = Gleiche Sparquote. Dieses Vorgehen ist der Konsumgesellschaft geschuldet. Nicht jeder braucht jedes Jahr ein neues Handy oder alle paar Jahre ein neues Auto.

 

Wie entkommt man den Hamsterrad?

 

Das Schlagwort ist Zinseszins. Das Geld aus dem Einkommen muss nicht immer für Konsumgüter (Verbindlichkeiten) ausgegebenen werden. Vor jedem Kauf eines Gutes, sollte man sich die Frage nach der Notwendigkeit stellen. Das übrige Geld sollte in Vermögenswerte angelegt werden, aus denen später ein positiver Cashflow generiert werden kann. Der Cashflow ist zu Beginn gering, steigt jedoch exponentiell an. Diese Vermögenswerte können ETF´s, Aktien oder Anleihen sein.

 

Selbst Albert Einstein antwortete auf die Frage „Was ist die stärkste Kraft im Universum?“ mit „der Zinseszins“.

 

Ein entkommen aus dem Hamsterrad ist nicht von heute auf morgen möglich und es bedarf einiger Anstrengung und Disziplin, aber es ist möglich.

 

Meine Tipps: Bereits heute mit dem sparen und kaufen von Vermögenswerten anfangen. Investieren statt Spekulieren.

 

Dimensionen in einer Graphik:

 

Unterstellen wir eine Anlagedauer von 30 Jahren, 800€ monatliche Sparsumme bei differenzierenden Zinssätzen (5 – 10%).

 

Die Graphik zeigt das angesparte Vermögen nach 30 Jahren bei differenzierenden Zinssätzen.

 

 

Wir hören nach 30 Jahren auf einzuzahlen. Somit haben wir bei 7% Zins (DAX langfristperformance) nun sage und schreibe 941.207€ in unserem Depot. Da Unternehmen ihre Gewinne in Form von Dividenden ausschütten, unterstellen wir nach 30 Jahren eine Ausschüttung von 3,0% p.a..  Dies entspricht auf den Monat gerechnet bei 941.207€ Kapital abzgl. der Kapitalertragssteuer 1.699€ Netto. Ohne das Kapital aufzubrauchen erhält man nun Dividenden auf dem Konto gutgeschrieben, für welche man heute einen Bruttomonatsverdienst von 2.580 aufbringen müsste.

 

Fazit:

Finanzielle Freiheit ist möglich, auch wenn viel Disziplin benötigt wird.