Portfoliogedanken

Meine letzte Handlung liegt bereits über eineinhalb Monate zurück. Ich sehe aktuell keine Gründe irgendetwas am Portfolio zu verändern. 70,37% Aktien 15,85% Gold, 11,46% Cash und 2,32% Kryptowährungen sind für mich aus heutiger Sicht genau die richtige Verteilung, um die Vorweihnachtszeit in Ruhe zu genießen und mal wieder zur Ruhe zu kommen.

 

In der heutigen Zeit wird man Reizüberflutet und die Welt um einen herum wird immer schneller. Ich versuche mich aktuell gegen diesen Trend zu stemmen, indem ich meine eigene Welt etwas entschleunigen möchte. Ich brauche nicht täglich oder wöchentlich Informationen zu meinen Unternehmen im Depot, da ich keine Arbitrage- oder Spekulationsgeschäfte tätige. Meine Auswahl beschränkt sich auf Unternehmen, welche in auf langfristiger Sicht positiv und erfolgsversprechend beurteile. Bei solchen Zeiträumen können auch sporadisch schlechte Quartalszahlen auftreten. Dies ist jedoch völlig uninteressant und kann vernachlässigt werden.

 

Mit dem Unternehmen Goldmoney (WKN A14XJP) hatte ich das erste Unternehmen im Depot, mit welchem ich die 100% Performance erzielt habe. Kurz darauf überschritt das Unternehmen kurzfristig auch die 150%.

 

Der interne Zinsfuß beträgt nun nach der Rally der letzten Tagen und Wochen 10,19%. Vor exakt zwei Monaten lag der interne Zinsfuß noch bei 2,81% und raste dann auf über 10% nach oben. Und dies in einer Phase, wo der gesamte Markt eigentlich sportlich bewertet ist. Vermutlich haben die wenigsten mit so einem Anstieg am Markt gerechnet. In der nächsten Graphik ist deutlich zu erkennen, dass der stärkste Anstieg des Portfolios in den letzten zwei Monaten stattfand.

 

 

In den letzten Wochen und Monaten ist mir folgendes aufgefallen. Mit zunehmender Größe und Diversifizierung des Portfolios, werde ich in dem Bedürfnis/Drang etwas zu verändern viel entspannter. Vor einiger Zeit, als im Depot noch deutlich weniger Unternehmen enthalten waren, reflektierte ich oftmals meine Kaufentscheidungen und war dann häufig unsicher bei den Unternehmen. Vielleicht kommt diese Gelassenheit auch mit zunehmender Erfahrung, jedoch bin ich mir sicher, dass dies auch mit der Portfoliogröße zu tun hat. Die letzten Investitionen, die ich tätigte, waren kaum größer als 3% am Gesamtportfolio. Selbst bei einem Totalverlust dieser Investitionen, wäre dies zu verkraften. Anders sieht dies bei Investitionsgrößen von >10% aus. Deshalb ist es für Anfänger sehr wichtig erstmals ETFs zu besparen und mit zunehmender Größe umzuschichten. Gerade für Anfänger ist dieser Weg jedoch oftmals zu langweilig und der Drang direkt in Einzeltitel zu investieren ist groß. Ich bin der Meinung, dass wenige Einzeltitel mit kleinem Kapital nur zu unruhigen Schlaf führen und das Depot in Schieflage bringen.

 

 

Sollte sich nichts gravierendes an meiner Portfolio-Allokation in den letzten Wochen des Jahres ändern, so werde ich vermutlich auf den Endspurt keine Veränderungen vornehmen und es entspannt angehen lassen.


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