Eintrag KW 49 / 2017 - Alles beim alten

 

Seit dem September gab es keine Käufe noch Verkäufe. Es blieb alles beim Alten. Auch habe ich kein Cash dem Portfolio beigesteuert, da ich aktuell dabei bin mein gesondertes Kapital auf das Vierfache meines Nettogehalts zu erhöhen.  Hierbei spreche ich von dem Kapital, dass ich für schlechte Zeiten neben dem Portfolio führe. Bisher lag der Wert bei ca. 2,5 Nettogehälter. Da ich aber ein sicherheitsorientierter Mensch bin, habe ich mich deshalb dafür entschlossen, denn Wert zu erhöhen. Damit dies verständlicher wird, habe ich eine Graphik angefertigt. Dem Portfolio wird erst dann Cash zugeführt, wenn das "Sicherheitskapital" meinen Anforderungen entspricht. Somit werde ich das Portfolio erst wieder besparen, wenn ich mein "Sicherheitskapital" auf das Vierfache eines Nettogehalts erhöht habe.

 

 

Bei meinem Portfoliowertverlauf habe ich nun auch das bisher investierte/angesparte Kapital durch eine Fläche dargestellt. Deutlich zu erkennen ist, dass die Performance eigentlich erst seit September 2017 davonmarschiert. 

 

 

Dies ist auch ein wenig meinen Kryptowährungsanteil zu verdanken. Ich investierte hier meine erste Einzahlung lediglich Ende August und ebenso ist der Anteil nur gering, trotzdem ist die Performance beachtlich. Aktuell ist die Volatilität der Kryptowährungen enorm, sodass ich selbst beim Erstellen dieses Eintrags nochmals die Aktualität der Kurse prüfen musste.  

 

Eigene Kryptowährungsbilanz 10.12.2017:

Bitcoins: 282%

Ethereum: 39%

Litecoins: 162%

 

 

Natürlich darf auch mein Dashboard an dieser Stelle nicht fehlen :)

 

Dashboard:

 

 

Der Kryptowährungsanteil drängt aktuell jede andere Asset-Klasse in den Hintergrund. Da ich eigentlich nur einen geringen Anteil an diesen Währungen im Portfolio anstrebe, werde ich spätestens bei Erreichen der 8% Marke am Gesamtportfolio den Anteil halbieren. Ansonsten bin ich mit dem Portfolio zufrieden, sodass ich nicht vorhabe irgendetwas zu verändern.

 

Nach wie vor möchte ich das Jahr ruhig ausklingeln lassen und die Weihnachtszeit genießen. Einmal im Jahr sollte man den ganzen Stress einfach mal sein lassen um zur Ruhe zu kommen. Ich wünsche allen Lesern eine entspannte Vorweihnachtszeit.

 


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Portfolioreport, Dashboard KW 46 / 2017

 

Mein Portfolio entwickelte sich in der 46 Kalenderwoche leicht negativ um -1,05%, während der DAX und der DOW um -1,02% und -0,27% nachgaben. An der Allokation des Portfolios habe ich sich seit dem letzten Report nichts verändert. Nach wie vor werde ich das Jahr wahrscheinlich ruhig ausklingen lassen und keine Transaktion mehr vornehmen. Der interne Zinsfuß beträgt aktuell 9,17%. Zwischenzeitlich wies dieser kurzfristig über 15% aus. Mit den enthaltenen Unternehmen bin ich nach wie vor zufrieden. Auch wenn einige Unternehmen und Anlageklassen sehr volatil sind, wird das Portfolio nur minimalst von dieser Volatilität tangiert. Die aktuelle Asset Allocation beträgt nun 69,68%, Gold 16,07, Cash 11,65 und 2,59% Kryptowährungen.

 

Dashboard:

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Sei Gierig, wenn andere ängstlich sind

 

Der größte Teil der Anleger macht aktuell einen gewaltigen Bogen um Unternehmen aus China. Der Grund dafür sind die potenziell gefährdeten Immobilienkredite. Auf meinem aktuellen Monatsbericht vom Oktober 2017 konnte ich sehen, dass der größte Anteil an Aktien, welche ich halte, die Währung Hongkong Dollar aufweist. Wenn es wirklich in großen Stil zu dem Ausfall der Kredite kommen sollte, dann wird dies auf die ganze Welt überschnappen. Dann sind auch Aktien aus allen Regionen der Welt betroffen. Ich sehe die aktuelle Ängstlichkeit eher als Grund dafür günstig einzukaufen.

 

 

Wie Warren Buffett schon sagte "sei Gierig, wenn andere ängstlich sind". Langfristig sehe ich China als die aufkommende Supermacht. Deshalb investiere ich auch einen großen Teil in die Asien-Region. Wie ich aber immer wieder sage, ist eine starke Diversifikation von enormer Bedeutung.

 

Aktuelle Verteilung der Asien-Aktien:

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Gedanken vergangener Tage und Anregungen zum nachdenken

Während ich hoch volatile Assets wie Kryptowährungen und Aktien im Portfolio habe, ist mir trotzdem immer die Sicht auf das Wesentliche wichtig. Natürlich ist es von Bedeutung, wie sich einzelne Anlagen verhalten, aber viel ausschlaggebender ist die Gesamtperformance aller Anlagen zusammen. Das große Ganze ist wichtig. Demnach erscheint mir auch die volkswirtschaftliche Betrachtung als sinnvoll.

 

Peter Lynch sagte einst, "es ist nutzlos die Konjunktur, das Zinsniveau oder den Aktienmarkt vorherzusagen (also vergeude keine Zeit mit dem Versuch)". Damit wollte er sagen, dass die volle Konzentration auf der Auswahl der Aktien fokussiert sein sollte, egal wie der Gesamtmarkt bewertet ist. Mich würde interessieren, ob er dies auch heute noch so sehen würde?

 

Noch nie waren die realen Zinsen so negativ wie jetzt. Noch nie wurde seitens der Zentralbanken weltweit so stark interveniert und noch nie wurde die Geldmenge so rasch ausgeweitet wie heute.

 

André Kostolany lehrte uns "Geld ist für die Börse wie der Sauerstoff zum Atmen oder das Benzin für einen Motor. Ohne Geld kann die Börse nicht steigen, auch wenn die Zukunft noch so gut aussieht, Friede herrscht und die Konjunktur gut läuft. Niemand kann Aktien kaufen, wenn er kein Geld dafür übrig hat. Man könnte auch sagen, das Geld ist das Lebenselixier des Aktienmarktes". Die Geldmenge wurde im letzten Jahrzehnt im Zuge der Finanzwirtschaftskrise ausgeweitet um die Märkte zu stimulieren. Dieser Versuch ließ die Weltwirtschaft nur langsam wachsen und die erwartete Inflation blieb bis heute weitestgehend aus. Die ausgeweitete Geldmenge führte lediglich zu einer Inflation an den Finanzmärkten. Nahezu alle Anlageklassen stehen aktuell auf sehr hohem Niveau.

 

Wann werden die Zentralbanken wieder Normalität anstreben und die Bilanzsummen reduzieren, sowie die Leitzinsen wieder anheben und der Börse den Sauerstoff zum Atmen entziehen? Wenn die ausgeweitete Geldmenge des letzten Jahrzehnts zu Fehlallokationen im Sinne von unrentablen Investitionen geführt hat, müssen zukünftig Banken vermutlich große Abschreibungen tätigen oder abermals von Steuergeldern gerettet werden. Die große Frage, die dann im Raum steht wird, ist, werden die Steuergelder ausreichen um diese Löcher zu stopfen und wie werden die Zentralbanken die Märkte abermals stimulieren?

 

Meiner Meinung nach werden die Finanzmärkte kurzfristig von der Psychologie der Massen beeinflusst, während es langfristig mit dem Wirtschaftswachstum verwachsen ist. Jedoch kann eine negative Psychologie der Massen auch das langfristige Wirtschaftswachstum beeinflussen. Wenn alle von einer negativen Zukunft ausgehen, dann werden Investitionen zurückgehalten, wodurch weniger Beschäftigung herrscht usw.

 

Kostolany ging davon aus, dass wenn beide Faktoren Geld und Psychologie positiv sind, auch die Kurse an den Märkten steigen werden. Dieses Szenario trifft aktuell zu. Aber wie lange wird dieser Zustand anhalten? Werden die Zentralbanken wirklich jemals die Leitzinsen erheblich anheben und werden die Bilanzsummen der Zentralbanken weltweit wieder reduziert? Hat die rasche Geldmengenausweitung zu Fehlallokationen im Sinne von unrentablen Investitionen geführt? Wird das System nochmals eine Finanzweltwirtschaftskrise standhalten? Werden die Steuergelder zukünftig ausreichen um das System wieder neu zu starten?

 

Auch wenn ich dies vielleicht schon das ein oder andere Mal erwähnt habe, finde ich es heute wichtiger wie eh und je, sein Portfolio zu diversifizieren. Keiner weiß wie die Zukunft aussehen wird. Um für alle Eventualitäten gewaschen zu sein, sollten wir auf vielen Beinen stehen.

 

Vielleicht kommt alles ganz anders und die Geldmenge landet zukünftig tatsächlich in der Realwirtschaft, wodurch die Inflation angeheizt wird und sich die Staaten sowie die Schuldner von unrentablen Investitionen entschulden können. Somit bedarf es keinen direkten Transfer von Steuergeldern um insolvente Schuldner zu retten. Durch die Inflation würden auch die Umsätze der Unternehmen steigen, was zu gerechtfertigte Aktienbewertungen führen oder die Kurse noch weiter ansteigen lassen würde.

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Kryptowährungen

Die letzten Tage sind der Grund, wieso ich nur so einen geringen Kryptowährungsanteil verfüge. Ein Blick heute Morgen auf coinmarketcap.com offenbarte mir, dass der Bitcoin vom ATH um 25% innerhalb kurzer Zeit gefallen ist. Auch wenn die Währungen enormes Potenzial aufweisen, so ist doch die Historie relativ kurz.

 

Auf dem technischen Background von Kryptowährungen, fühle ich mich nicht so versiert, um solche Überschriften zu beurteilen. 

Ich weiß beim besten Willen nicht, wie die Zukunft von Bitcoin bzw. Kryptowährungen verlaufen wird. Lediglich vorstellen kann ich mir die Zukunft. Dies reicht aber nicht dafür, den Währungen einen hohen Anteil am Portfolio beizumessen.

 

Gold ist wie der Bitcoin endlich. Auch wenn nun doch mehr Gold in der Erdkruste vorhanden ist, wie bereits vermutet wird, so muss dies erstmals gefördert werden. Die Zukunft der Goldförderung, kann ich mir noch in etwa vorstellen. Maschinen wurden in der Menschheitsgeschichte zwar weiterentwickelt, jedoch relativ konstant. Wie es jedoch mit "Quantencomputern" und dem knacken von Bitcoin aussieht, entzieht sich meiner Vorstellungskraft. Technisch versierte Menschen werden nun vielleicht Argumente dagegen einbringen, aber es geht mir hier nicht einzig und allein um diese Überschrift. Es geht mir viel mehr darum, dass ich solche Dinge in Bezug auf Kryptowährungen einfach nicht einschätzen kann und deshalb einfach nur einen geringen Anteil an den Währungen verkrafte. Ich muss nicht der Masse hinterherlaufen. Auch wenn Bitcoin auf 10.000 oder gar auf 100.000€ steigt, werde ich es nicht bereuen, nicht mehr investiert zu haben.

 

Während man beim Bitcoin von einem deutlichen Kurssturz sprechen kann, wurde mein Portfolio lediglich 0,2168% in Mitleidenschaft gezogen. So etwas bringt einen nicht aus der Ruhe.


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Portfoliogedanken

Meine letzte Handlung liegt bereits über eineinhalb Monate zurück. Ich sehe aktuell keine Gründe irgendetwas am Portfolio zu verändern. 70,37% Aktien 15,85% Gold, 11,46% Cash und 2,32% Kryptowährungen sind für mich aus heutiger Sicht genau die richtige Verteilung, um die Vorweihnachtszeit in Ruhe zu genießen und mal wieder zur Ruhe zu kommen.

 

In der heutigen Zeit wird man Reizüberflutet und die Welt um einen herum wird immer schneller. Ich versuche mich aktuell gegen diesen Trend zu stemmen, indem ich meine eigene Welt etwas entschleunigen möchte. Ich brauche nicht täglich oder wöchentlich Informationen zu meinen Unternehmen im Depot, da ich keine Arbitrage- oder Spekulationsgeschäfte tätige. Meine Auswahl beschränkt sich auf Unternehmen, welche in auf langfristiger Sicht positiv und erfolgsversprechend beurteile. Bei solchen Zeiträumen können auch sporadisch schlechte Quartalszahlen auftreten. Dies ist jedoch völlig uninteressant und kann vernachlässigt werden.

 

Mit dem Unternehmen Goldmoney (WKN A14XJP) hatte ich das erste Unternehmen im Depot, mit welchem ich die 100% Performance erzielt habe. Kurz darauf überschritt das Unternehmen kurzfristig auch die 150%.

 

Der interne Zinsfuß beträgt nun nach der Rally der letzten Tagen und Wochen 10,19%. Vor exakt zwei Monaten lag der interne Zinsfuß noch bei 2,81% und raste dann auf über 10% nach oben. Und dies in einer Phase, wo der gesamte Markt eigentlich sportlich bewertet ist. Vermutlich haben die wenigsten mit so einem Anstieg am Markt gerechnet. In der nächsten Graphik ist deutlich zu erkennen, dass der stärkste Anstieg des Portfolios in den letzten zwei Monaten stattfand.

 

 

In den letzten Wochen und Monaten ist mir folgendes aufgefallen. Mit zunehmender Größe und Diversifizierung des Portfolios, werde ich in dem Bedürfnis/Drang etwas zu verändern viel entspannter. Vor einiger Zeit, als im Depot noch deutlich weniger Unternehmen enthalten waren, reflektierte ich oftmals meine Kaufentscheidungen und war dann häufig unsicher bei den Unternehmen. Vielleicht kommt diese Gelassenheit auch mit zunehmender Erfahrung, jedoch bin ich mir sicher, dass dies auch mit der Portfoliogröße zu tun hat. Die letzten Investitionen, die ich tätigte, waren kaum größer als 3% am Gesamtportfolio. Selbst bei einem Totalverlust dieser Investitionen, wäre dies zu verkraften. Anders sieht dies bei Investitionsgrößen von >10% aus. Deshalb ist es für Anfänger sehr wichtig erstmals ETFs zu besparen und mit zunehmender Größe umzuschichten. Gerade für Anfänger ist dieser Weg jedoch oftmals zu langweilig und der Drang direkt in Einzeltitel zu investieren ist groß. Ich bin der Meinung, dass wenige Einzeltitel mit kleinem Kapital nur zu unruhigen Schlaf führen und das Depot in Schieflage bringen.

 

 

Sollte sich nichts gravierendes an meiner Portfolio-Allokation in den letzten Wochen des Jahres ändern, so werde ich vermutlich auf den Endspurt keine Veränderungen vornehmen und es entspannt angehen lassen.


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Portfolioreport / Dashboard KW 42 - 2017

Dashboard:

Bis auf das, dass der interne Zinsfuß in die Höhe gesprungen ist, hat sich im Portfolio nichts verändert. Mit der aktuellen Asset Allokationen bin ich zufrieden. Jedoch werde ich zukünftig den Europa Aktienanteil aufstocken, da dieser etwas hinterherhinkt.

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Urlaubsgedanken und Portfolioupdate

Nach nun zwei Wochen kehre ich nach meiner Ägyptenreise erholt zurück. Ich war zum ersten Mal in Ägypten und ich kann es nur empfehlen. Das Land hat kulturell wirklich viel zu bieten.

 

Ich nutze die Reisezeit gerne auch dazu, meine Gedanken Revue passieren zu lassen. Nach meinen letzten Urlauben hatte ich immer irgendetwas an meinem Portfolio auszusetzen, sodass ich nach der Rückkehr ein paar Änderungen vornahm. Diesmal war es anders. Obwohl die Bücher, die ich las, wirklich viele neue Ideen beinhalteten, bin ich mit meinem Portfolio zufrieden. Deshalb werde ich alles beim Alten belassen.

 

Eine kleine Änderung werde ich jedoch vornehmen. Diese Veränderung verursacht keine Transaktionskosten. Bisher hatte ich unter der Goldkategorie auch das Unternehmen Goldmoney (WKN A14XJP) gelistet. Goldmoney wird zukünftig auch Kryptowährungen aufnehmen. Wodurch Goldmoney sich breiter aufstellt. Deshalb werde ich das Unterhemen in die Kategorie Aktien verschieben.

 

Für die, die noch nie etwas von Goldmoney gehört haben: Goldmoney

 

Goldmoney ist ein globales, vollständig reserviertes Gold basiertes Finanzdienstleistungsunternehmen. Physisches hinterlegtes Gold kann jederzeit in ausgewählte Währungen umgewandelt werden. Natürlich funktioniert der Tausch auch andersherum. Zukünftig sollen neben Fiat-Währungen auch Kryptowährungen geführt werden.

Somit sieht das Portfolio nun folgendermaßen aus:

Goldmoney hat einen Anteil am gesamten Portfolio von 4,11%. Am 24.08.2017 erwarb ich die Aktien zu einem Kurs von 2,028€. Heute steht die Aktie bei 3,719€. Dies ist eine Kurssteigerung von 83,38%. Aus heutiger Sicht, war der Kaufkurs ein Glückstreffer.

 

Ich werde keine Gewinne realisieren, da das Geschäftsmodell wirklich gut ist. In dem Buch "Die Welt vor dem Geldinfarkt" von Markus Miller, welches ich im Urlaub las, wird das Unternehmen mehrfach erwähnt.

 

Markus Miller ist großer Freund von enormer Diversifikation. Ich bin auch Freund von Diversifikation, jedoch denke ich etwas weniger "extrem" wie der Autor.  Das Buch ist für jeden, der sich weltweit engagieren möchte, lesenswert.


Die zwei weiteren Bücher, welche ich im Urlaub las, waren Empfehlungen vom altbekannten Starinvestor Warren Buffett. Laut Buffett ist das Ergebnis des Buches "Der Finanzcode" „eine Seltenheit, ein nützliches Buch“. "Die Profi-Investment-Strategie" von Philip A. Fisher bezeichnete Buffet als Grundlage für die Entwicklung seiner eigenen Anlagemethode. Deshalb nahm ich es mir zur Pflicht diese Bücher zu lesen.


 

Beide Bücher sind empfehlenswert. Das Buch von Philip A. Fisher ist zwar einige Jahre alt, jedoch denke ich, dass Fisher ein Pionier auf seinem Gebiet war. Beim Lesen erkennt man viele Gemeinsamkeiten zwischen Fishers Strategie und Buffetts Aktionen. Wobei ich sagen würde, dass Warren Buffett die Strategie weiter perfektioniert und auf die veränderten Rahmenbedingungen angepasst hat.

 

Während meines Urlaubs hat lediglich ein Unternehmen Dividenden gezahlt. Jedoch bin ich von der Portfolioentwicklung nach meiner Heimkehr wirklich überrascht worden. Innerhalb von zwei Wochen machte das Portfolio einen heftigen Satz nach oben. Das Shiller PE Ratio des S&P 500 steht nun bei über 31. Ich kann mir beim besten Willen einfach nicht vorstellen, dass diese hohen Bewertungen am Aktienmarkt von Dauer sind. Spätestens mit einer Rückkehr zur Normalität der Leitzinsen, denke ich, dass wir auch zu normalen Bewertungen zurückkehren werden.

Interner Zinsfuß: 7,73% (16.10.2017)

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Wieso ich der kurzen Sicht keine Beachtung schenke

Am 06.09.2017 postete ich den Beitrag "Benchmarkbetrachtung - Arero der Weltfonds vs. eigenes Portfolio". Hierbei zeigte ich, dass mein Portfolio gegenüber der Benchmark im Jahr 2017 bisher schlechter Abschnitt. Der Arero Weltfonds hatte bisher Kursgewinne von 1,87% gegenüber 0,56% meiner Portfolio-Performance zu verzeichnen.

 

Heute, nicht einmal einen Monat später, hat sich das Blatt gewendet. Der Arero Weltfonds steht nun bei 3,34% während mein Portfolio bei 4,46% steht. Dies kann sich aber genauso schnell wieder ändern. Vor allem ist der Kursanstieg meines Portfolios auf nahezu einen Wert zu reduzieren. BYD, ein chinesischer Elektro Automobilhersteller, hatte jüngst eine rasante Rally hingelegt.

 

 

Vermutlich wird mein Portfolio in einem halben Jahr wieder unter der Benchmark liegen oder darüber. Dies weiß ich nicht. Was ich aber weiß, ist, dass ich von meinen Unternehmen im Portfolio überzeugt bin. Deshalb macht es mir nichts aus, wenn mein Portfolio im machen Perioden schlechter wie die Benchmark abschneidet. Es ist nicht möglich, in allen Perioden besser als der Marktdurchschnitt abzuschneiden. Solange langfristig die Tendenz stimmt, ist alles im grünen Bereich.

 

Wie immer gilt es, sich seiner Strategie treu zu bleiben. Man darf den glauben gegenüber dem eigenen Handeln nicht ständig in Frage stellen. Es werden immer wieder Zeiten kommen, in denen der Markt besser abschneidet. Falsch finde ich, immer den Kursen der Aktien hinterher zu laufen, welche gerade eine super Performance hingelegt haben.

Bei einem Einkauf im Supermarkt, rennt man doch auch nicht den Produkten hinterher, welche gerade im Preis gestiegen sind. Wir suchen doch alle nach den Produkten, welche gerade im Angebot sind. Dieses Verhalten müssen wir auch auf die Börse übertragen. Stattdessen eilen viele den kurzfristigen Gewinnen hinterher. Gier frisst Hirn lautet oftmals die Devise. Deshalb bin ich der Meinung, dass eine kurzfristige Sicht nur zu falschen Entscheidungen führt.

 

Um einen aussagekräftigen Benchmark vergleich anzustellen, müssten Zeiträume von mehr als 10 Jahren verwendet werden. Diese Vergleichszahlen, haben die wenigsten Privatinvestoren. Deshalb wird das eigene Portfolio oftmals nach Zeiträumen von 1-2 Jahren mit dem Marktdurchschnitt verglichen. Dieser Vergleich ist aber nicht aussagekräftig. Bei einer Underperformance führt dies nur dazu, dass getroffene Entscheidungen in Frage gestellt werden. Gerne wird auch daraufhin das Anlageverhalten geändert.

 

Wenn nun nach nochmals 1-2 Jahren wieder eine Underperformance festgestellt wird, dann wird häufig abermals die Strategie angepasst. Dies aber ist ein Teufelskreis und führt nur dazu, dass hohe Transaktionskosten verursacht werden. Diese wiederum kosten Performance. Ihr seht ja wohin dies führt.

 

Fazit:

Findet euer Anlagestil und bleibt euch treu. Auf kurzer Sicht, wird es immer mal wieder Perioden geben, in welchen man hinter dem Marktdurchschnitt liegt. Bleibt euch treu. Glaubt an euch. Es ist nahezu unmöglich immer über dem Durchschnitt zu liegen, deshalb sollte eine langfristige Marktdurchschnitts-Performance bereits als Erfolg gewertet werden.

 

"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen." - Immanuel Kant -

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Nachkauf - Kryptowährungen

Heute kaufte ich nochmals Bitcoins, Litecoins und Ethereum. Ob ich nun zu einem guten oder schlechten Kurs gekauft habe, wird die Zeit zeigen. Meine momentane Aufteilung ist 34,7% Bitcoins, 33,5% Litecoins und 31,8% Ethereum. Insgesamt habe ich nun einen Kryptowährungsanteil von 1,7% im Portfolio.

Kryptowährungen polarisieren. Entweder ist man diesen Währungen gegenüber positiv oder negativ gestimmt. Ich kenne nahezu niemanden, dem der Begriff Bitcoins geläufig ist, der keine Partei ergriffen hat. Ich zählte bis vor kurzem noch zu der Gruppe, die sich gegen Kryptowährungen ausgesprochen hat. Normalerweise beschäftige ich mich nur mit Anlageklassen, die sich langfristig bewährt haben. Und mit langfristig meine ich wirklich langfristig. Doch bei Kryptowährungen machte ich eine Ausnahme und las mich ein. Das Potenzial dieser Währungen ist enorm. Doch genau so groß wie das Potenzial, ist auch das Risiko. Deshalb sollten nur dann Kryptowährungen gekauft werden, wenn ein Totalverlust akzeptiert werden kann.

 

Aktuell überschlagen sich die schlechten Nachrichten in den Medien über Kryptowährungen. Trotzdem oder gerade deshalb, kaufe ich Kryptowährungen. Hier gehe ich Frei nach dem Motto "Kaufen, wenn die Kanonen donnern". Selbst wenn der Wert der Währungen auf null fällt, wäre es bei einem Anteil von 1,7% im Portfolio zu verkraften.

 

Ich möchte keinen dazu animieren Kryptowährungen zu kaufen, gerade weil die Risiken extrem hoch sind. Schon eher möchte ich dazu animieren, dass sich mehr Menschen mit dieser Technologie auseinandersetzen. Wenn das Potenzial nicht genutzt wird, ist auch die beste Technologie zum Scheitern verurteilt.

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